- Die Berufsberatungsgala& Pressespiegel+ FachkräftemangelDie Agentur für Kulturdesign
Wie will ich leben, wenn ich alt bin? FT

23. Juni 2016

DSC_0201Region — Wie werde ich wohl in 60, 70 Jahren leben? Im Heim? Zu Hause? Oder in einer Mehrgenerationen-WG? Zugegeben – wenn man 15i st, sind diese Fragen sicher noch ganz weit weg. Doch für einige Schülerinnen und Schüler des Eichendorff Gymnasiums und der Graf Stauffenberg-Realschule aus Bamberg ändert sich das in den kommenden Wochen: Die Jugendlichen und ihre Schulen machen mit beim Projekt „Herzwerker“, einer Initiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums, die junge Leute mit Menschen in Pflegeberufen zusammenbringt. „Dabei sind die Menschen besonders wichtig, die diese Berufe ausüben“, erklärt der Nürnberger Theaterpädagoge Jean-François Drozak, der die Jugendlichen beim Einstudieren einer szenischen Talkshow zum Thema „selbstbestimmt im Alter“ unterstützt.

Kapieren durch kopieren „Wir machen immer die Erfahrung, dass das, was diese Berufe ausmacht, am besten dadurch vermittelt werden kann, das die Menschen Schlüsselerlebnisse erzählen“, so Drozak. Aus diesem Grund laden die Schüler Pflegefachkräfte, die Gründerin eines Mehrgenerationenhauses, einen Leih-Opa und weitere Gäste an ihre Schule ein. Doch beim Zuhören bleibt es nicht: „Die Jugendlichen spielen auf der Bühne diese Geschichten nach. Und indem sie in die Rollen gehen, indem sie die Geschichten selber spielen, werden sie ein Teil ihres Lebens“, erklärt Drozak, der das Projekt bereits an vielen Schulen betreut hat. Während die eine Schülergruppe die Erlebnisberichte szenisch bearbeitet, werden acht weitere Jugendliche zu Reportern: Zusammen mit der KLARTEXT!-Redaktion stellen sie auf einer Themenseite die verschiedenen Möglichkeiten vor, wie Menschen im Alter selbstbestimmt bleiben können, und interviewen dazu die Talkgäste und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).


„Gesellschaftliche Brisanz“ „DerthematischeFokus,selbstbestimmtimAlter‘hateinegroßegesellschaftlicheBrisanz.Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler anregen, über den Tellerrand des Jugendlichen hinauszuschauen und sich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen“, erklärt Maria Welscher, stellvertretende Schulleiterin der Graf-Stauffenberg-Realschule. Brigitte Kaiser, Direktorin des Eichendorff-Gymnasiums, musste auch nicht lange überlegen, ob sie beim Herzwerkerprojekt mitmacht: „Wir sind ein sprachliches und sozialwissenschaftliches Gymnasium. In der sozialwissenschaftlichen Ausbildungsrichtung stehen gesellschaftspolitische Themen im Fokus .Soziale Berufe bilden dabei vor allem in der zehnten Klasse einen Schwerpunkt. In dieser Jahrgangsstufe findet auch das Sozialpraktikum statt, bei dem Schülerinnen drei Wochen lang in soziale Berufe hineinschnuppern dürfen. Das Herzwerkerprojekt passt also thematisch sehr gut zu unserem Profil.“

Dieser Beitrag wurde unter - Die Berufsberatungsgala, & Pressespiegel, + Fachkräftemangel, Die Agentur für Kulturdesign veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.