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Wenn der Pleitegeier kommt – MOZ

24. März 2013

pleitegeier

„Pleitegeier“ ist ein Theaterstück, das sich mit Kinder- und Jugendarmut in Deutschland befasst. Armut ist für Viele ein Tabuthema. In einer von Egoismus geprägten Gesellschaft geht es oft nur darum, wie man selbst zurechtkommt. Wenn der Nebenmann in Schwierigkeiten gerät, ist er selber schuld. Wegzuschauen, ist einfacher als zu helfen. In diesem Zusammenhang stellen sich andere Fragen. Was ist überhaupt Armut? Ist man arm, wenn man zu wenig zu essen hat, wenn man sich nicht dauernd neue Klamotten zulegen oder nicht zum Arzt gehen kann, wenn man krank ist? Wer in Deutschland Hartz IV bezieht, muss nicht hungern oder frieren und kann bei Krankheit einen Arzt aufsuchen.  Trotzdem fühlen sich Betroffene oft arm. Auch die Hauptfigur Lisa musste sich oft Ausreden einfallen lassen, wenn sie mit ihren Freunden nachmittags „abhängt“. Übrigens, was Armut ist, wurde auch im Theaterstück nicht eindeutig geklärt – wohl aber der Umgang mit dem Thema.

Jean F. Drozak betreibt die Agentur „Kunstdünger“ in Nürnberg. Frau Siewert begleitete seitens der Schule das Projekt und meinte, „dass uns so ein bisschen Kunstdünger nicht schaden kann“. Und tatsächlich ist das junge Ensemble mit dieser „besonderen Nahrung“ über sich selbst hinausgewachsen. Unter dieser fachkundigen Anleitung haben sie in nur 4 Tagen ein Theaterstück auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte. In drei Aufführungen war das Eberswalder Publikum begeistert.

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