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Weil es den Pleitegeier auch in Lauf gibt – Laufer Zeitung

23. Juli 2011

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Armut ist nicht nur für viele Kinder in der heutigen Gesellschaft reduziert auf Obdachlose und Bettler. Dass es aber den „Pleitegeier“ nicht nur klischeegetreu, sondern auch in ihrem direkten Umfeld, der Schule gibt und womit die betroffenen Kinder so oft kämpfen müssen, ist den Schülerinnen und Schülern oft nicht bewusst. Genau dieser Sensibilisierung hat sich die Bertleinschule verschrieben und will im Rahmen eines Theaterprojektes unter Regie von Jean-Francois Drozak auf Kinderarmut aufmerksam machen.


„Die Kinder schämen sich dafür, arm zu sein; sie reden in der Klassengemeinschaft überhaupt nicht über die existenziellen Nöte, die sie täglich erleben und machen viel zu viel mit sich selbst aus“, so Drozak, der ausgebildeter Sozial- und Theaterpädagoge ist. Für die Castings hat er sich deshalb gleich ein paar Fragen überlegt, die die Kinder auf die Woche der Proben für das Stück „Pleitegeier“ einstimmen sollen. So wird aus den Antworten deutlich, wie sehr Armut von Kindern in unserer Gesellschaft verdrängt wird. Unter dem Motto „Armut in Deutschland – erkennen, bewerten, handeln“ soll genau dieser Strömung entgegengewirkt werden, spielerisch sollen sich die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse eine Woche ganz intensiv mit dem Thema beschäftigen. Wer für die Rollen in dem Theaterstück in Frage kommt, sollte nun in einem Casting unter der Leitung des Regisseurs herausgefunden werden. Eingeladen waren neben Drozak auch Bürgermeister Bisping, Herr Heuer vom Sozialamt und Herr Hörauf, Geschäftsführer der Firma GCA projektmanagement+consulting gmbh aus Nürnberg. Rektor Karg und Konrektorin Götz freuten sich sichtlich über den Elan der Kinder und die Spendenfreude der Nürnberger Firma. „Ohne die finanziellen Mittel der GCA wäre die Zusammenarbeit mit so professionellen Leuten nicht möglich gewesen“, so Karg. Gerne übernahm die Stadt Lauf die zweite Hälfte der Kosten, „bei alleiniger Finanzierung durch die Stadt hätte es auch das Projekt nicht gegeben“, so Bürgermeister Bisping und dankte der GCA für das soziale Engagement.

Für die Öffentlichkeit wird nach viertägiger Probenzeit am Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 17.00 Uhr die Premiere vor Eltern, Presse und interessierten Laufer gegeben, am Freitag, den 15. Juli 2011 sind um 10.00 Uhr und um 11.30 Uhr Aufführungen für die Schüler, aber auch für Theaterfreunde, die am Vortag nicht dabei sein konnten. Der Eintritt ist selbstverständlich frei, Karten müssen keine vorbestellt werden.

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