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ungehindert, frei und kreativ – OZ 20.11

15. Februar 2018

PflegemanifestEs ist noch nicht lange her, dass die Achtklässlerinnen für das „Herzwerker“-Projekt gecastet wurden. Als „Herzwerker“ bezeichnet man Berufsgruppen, die nicht nur mit Kopf und Hand arbeiten, sondern auch ihr Herz einsetzen, um anderen Menschen zu helfen. Zielsetzung der Aktion: Nachwuchsgewinnung für soziale Berufe. Als besondere Art der Berufsberatung erarbeiteten die Schülerinnen in einer Projektwoche Szenen aus dem Alltag sozialer Berufe. Am Donnerstag war Premiere ihres Theaterstücks in der Aula der Realschule.

Regisseur Drozak von der Nürnberger Agentur „Kunstdünger“ erkannte das Privileg einer reinen Mädchenrealschule. Das Theaterspiel der Schülerinnen sei deutlich „ungehinderter, freier und kreativer – trotz mancher Leidensblicke bei einigen von euch“. Es gebe einen Unterschied, ob nur Mädchen oder gemischte Klassen unterrichtet würden, wusste der Regisseur aus seiner langjährigen Erfahrung als Theaterpädagoge. Er kam im Auftrag des Sozialministeriums nach Weiden.

Normalerweise hätten gleichgeschlechtliche Bildungseinrichtungen elitären Charakter. Hier in Weiden herrsche kein elitärer Elterndruck: „Ihr könnt völlig frei agieren. Deshalb macht es mir bei euch auch so großen Spaß.“

Natürlich war das Interesse, bei diesem einmaligen Projekt mitzuwirken, groß. So rissen sich 47 Schülerinnen um die acht heiß begehrten Schauspielparts. „Wir hätten die Rollen doppelt, ja fast dreifach besetzen können. Das ist äußerst selten der Fall“, zeigte sich Amrie Zwinscher von „Kunstdünger“ von den Schauspielkünsten der Mädchen beim Casting begeistert. Zusammen mit ihrem Ehemann Hanns-Karl führte sie das etwa dreistündige Auswahlverfahren durch. Auch das vertrauensvolle und angenehme Klima in kleineren Gruppen lobten die erfahrenen Theaterprofis, die nach eingehender Beratung acht Schülerinnen auswählten.

So war der Jubel bei Sophie Dobmeier, Fabienne Dorner, Theresa Göldner, Luisa Greitzke, Vanessa Kunert, Laura Stich, Lilly Zahn und Vanessa Zirwick riesengroß, als sie von ihrer Teilnahme erfuhren. Tagelang probten sie bis in die Abendstunden hinein – und es lohnte sich.

Auch Sonja Rummler vom St.-Michael-Zentrum, Natalie Jakob vom Kindergartens St. Josef, Christian Schmittner von der Jugendhilfe Haus Elisabeth sowie Markus Blumenthal von Dr. Loew Soziale Dienstleistungen gaben Hilfestellungen.

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