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Thomas Gemmel

2. Februar 2017

thomasMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Thomas Gemmel ist Vater von zwei Kindern und arbeitet als Messtechniker.

Deutschland in zehn Jahren?

Ich denke, die Arbeitswelt wird sich sehr stark verändern.

Roboter werden immer mehr Einzug halten. Das autonome Fahren wird vermutlich dann keine Zukunftsvision mehr sein. Dadurch werden aber massiv Arbeitsplätze vernichtet werden. Das Elektroauto wird vermutlich auch stark verbreitet sein. Auch hier werden Arbeitsplätze eher verloren gehen als neue hinzugewonnen. Ich denke, dadurch wird leider die Spange zwischen Arm und Reich noch größer werden. Globale Konflikte werden eine noch größere Rolle für uns spielen. Sei es durch Flucht- oder Wirtschaftsfolgen. „Schneller und noch schneller“ – diese Spirale wird sich weiterdrehen.


Doch in jeder – auch nicht so guten – Entwicklung liegt die Kraft, sie zum Positiven zu entwickeln! Was werden die Menschen daraus machen? Ich hoffe, sie werden lernen. Lernen, nicht immer mehr und mehr zu wollen. Nicht immer alles gleich und sofort haben zu wollen. Zu teilen oder das Glück zu sehen, welches uns widerfährt, da wir hier geboren sind.

Das Glück zu sehen, dass andere uns bereichern können. Mit anderen Gedanken und anderen Wünschen und Träumen.

Eines meiner zwei Kinder ist behindert, es hat das Wolf-Hirschhorn-Syndrom. Ich hoffe, dass in zehn Jahren der Alltag der Menschen mit und ohne Behinderung enger zusammenwächst. Betroffene und Menschen, die von einer Behinderung nicht betroffen sind, sollen diesen Prozess vorantreiben. Aber auch hier gilt: massvoll bleiben. Nicht nur fordern, sondern auch geben.

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