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Theater mit Energie – meine N-Ergie Frühjahr

20. April 2015

2014-10-09 17.23.04

Die Mittelschule Krötensee in Sulzbach-Rosenberg macht Theater. Beteiligt sind Schüler der 7. Klassen, der freischaffende Theatermacher Jean-Francois Drozak und die N-ERGIE. Ihr gemeinsames Projekt dreht sich um die Energiewende und ein zum Thema passendes Theaterstück.


„Rund um die Energiewende brauchen wir eine sachliche Diskussion“, sagt Jean-Francois Drozak. „Deshalb gehen wir schon in die Schulen, bringen das Thema in den Unterricht ein.“ Am besten funktioniert so ein Vorhaben natürlich in einer Energieschule. Genau das ist die Mittelschule Krötensee: Neben der Lauterachtal-Grundschule in Hohenburg ist sie Pilotschule des Projekts „Energieschule“, das die Arbeitsgemeinschaft Schule des Agenda-Beirats im Landkreis Amberg-Sulzbach 2013 ins Leben gerufen hat.

Jean-Francois Drozak fand die Anregung für sein Theaterstück in einem Buch: „Briefe an die chinesische Vergangenheit“ von Robert Rosendorfer. „Darin reist ein Chinese in die Gegenwart. Ich habe die Geschichte leicht geändert und einen Japaner erfunden, der aus der alten Welt ins Heute kommt mit dem Auftrag, etwas abzuschalten“, erzählt Drozak.

Um die Story mit Fakten zur Energieversorgung zu verbinden, hat sich der Theatermacher mit Ingenieuren der N-ERGIE getroffen und beraten. „Die N-ERGIE Experten haben mir erklärt, vor welchen Herausforderungen sie täglich stehen und was im Stromnetz eigentlich passiert“, so Drozak. „So haben wir die Idee entwickelt, das Publikum einzubeziehen und drei Fahrräder von der N-ERGIE als so genannte Kraftwerke aufzunehmen, die durch Treten ‚virtuelle’ Energie erzeugen können.“ Fünf Schauspieler treiben die Handlung voran, und drei Wissenschaftler sorgen dafür, dass für jede Szene genügend Energie da ist. „Wird es spannend, brauchen wir viel Energie – drei Kraftwerke, kündigt dann zum Beispiel einer der Wissenschaftler an. Dann müssen drei Leute aus dem Publikum auf die Räder und strampeln“, erzählt Drozak. Aber es gibt auch Szenen, bei denen zu viel Energie da ist. Die wird dann verkauft. „So haben wir einen doppelten Spaß – an der Handlung des Stücks und an der lockeren Wissensvermittlung darüber, wie das Energiesystem funktioniert“, so Jean-Francois Drozak.

Fortsetzung geplant
Die erste öffentliche und kostenlose Aufführung soll am 23. April um 19 Uhr in der Mittelschule stattfinden, eine zweite für die Schüler folgt am nächsten Tag. „Wenn das alles gut klappt, wollen wir mit dem Projekt in weitere Schulen im Versorgungsgebiet der N-ERGIE gehen“, sagt Claudia Jordan vom Bereich  Schulinformation der N-ERGIE. Außerdem soll eine Begleitbroschüre für den Unterricht entstehen.

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