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Theater gegen Rassismus – NN Eckental

19. März 2012

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Mittelschule Eckental führt interaktives Stück „Der schwarze Peter“ auf. Im wahrsten Wortsinne spielerisch Bewusstsein für gesellschaftliche Schieflage entwickeln: Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Eckental hat dazu nun Gelegenheit, denn sie führt in dieser Woche im Rahmen der Aktivität der „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ (SoR-SmC) das pädagogische Theaterstück „Der schwarze Peter“ auf.

ECKENTAL- Diskriminierung, Gewalt gegen Menschen, die nicht willkürlich gesetzten Normen entsprechen: Der Titelheld des Theaterstücks „Der schwarze Peter“ erlebt am eigenen Leib, was es bedeuten kann, nicht ins Raster zu passen. Von einem Tag zum anderen bekommt er schwarze Haut – und bekommt durch diese kafkaeske Verwandlung große Probleme selbst in alltäglichen Lebenssituationen. In einer von mal unterschwellig artikuliertem, mal offensiv vorgetragenem Rassismus geprägten Lebensumgebung wird selbst eine U-Bahnfahrt zum gefährlichen Abenteuer.


Der Autor und Regisseur Jean- Francois Drozak, Chef des Nürnberger Theaterprojektes „Kunstdünger“ hat „ Der schwarze Peter“ als interaktives Stück für acht Darsteller konzipiert: An Schlüsselstellen und in „brenzlichen Situation“ wird die Geschichte angehalten und das Publikum darf entscheiden, wie es weitergehen soll. Gespielt wird „Der schwarze Peter“ von eigens gecasteten Darstellern aus den 7. und 8. Klassen. „Wir waren von dem großen Zuspruch überrascht“, sagt Uschi Neumann, die an der Mittelschule Eckental für Jugendsozialarbeit zuständig ist. Es habe keine einzige Klasse gegeben in der sich nicht ein Großteil freiwillig für das Projekt gemeldet habe. Jene Schülerinnen und Schüler, die am Ende auf der Bühne stehen werden, sind durchwegs theaterbegeistert. Und einige können sich vorstellen auch nach der Schulaufführung weiter Theater zu spielen.

Reihe von Sponsoren
Organisiert wird „Der schwarze Peter“ von den Mitgliedern das Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus“, „finanziert von einer ganzen Reihe von Sponsoren, alles voran die Sparkassen Erlangen und Forchheim“, erklärt Betreuungslehrer Ernst Seckendorf; zudem kooperiert man mit der „SoR-SmC“- Landeskoordination Bayern. Ausgrenzung und Mobbing gebe es immer, meint der Pädagoge. Allerdings gestalte sich an der Mittelschule Eckental das Ausländerthema deutlich entspannter als in Nürnberger „Brennpunktschulen“, wie die Mitglieder des Arbeitskreises betonen. Die Proben mit dem Stückautor Jean Francois Drozak beginnen an diesem Montag. Es gibt keine vorgefertigten Texte, nur Szenenrahmen, welche die Jungschauspielertruppe selber mit Leben füllen sollen. Drozak fungiert dabei auch als Moderator, der die Wendungen der Geschichte erläutert und die Intention – ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt zu setzen – klar macht. Die Plakate hat das Theaterteam selbst entworfen, die besten Arbeit werden in einer Ausstellung gezeigt. Am Donnerstag, 8. März, 19.00 Uhr, wird das Ergebnis dem Publikum präsentiert. Am Freitag, 9. März, folgen schulinterne Aufführungen.

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