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Tante Emma kommt zu Besuch

7. Dezember 2010

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Der verschollen geglaubte Tante Emma-Laden wird in Nürnberg-Gostenhof mit Hilfe der Ausstellung “Bilder erzählen Ladengeschichten aus Gostenhof” wieder erweckt. Den Rahmen dafür schaffen Künstler und Einzelhändler gemeinsam mit einem extra eingerichteten Tante Emma-Laden.

Im Nürnberger Stadtteil Gostenhof läuft derzeit das Kunstprojekt “Bilder erzählen Ladengeschichten aus Gostenhof”. Dabei geht es um die kleinen Läden im Bezirk, wie etwa das unauffällige Papiergeschäft, den türkischen Lebensmittelmarkt an der Ecke oder den Spielzeugladen in der Seitenstraße. An den Wänden der als Galerie dienenden “Barfreitag” hängen Obstkisten, in denen sich verschiedene Gemälde befinden. Zu sehen sind da etwa ein Teddybär auf einem Patchwork-Hintergrund oder Porträts von verschiedenen Ladenbesitzern. Neben den Bildern steht jeweils ein Konsumgegenstand wie beispielsweise eine Packung Nudeln oder eine Gießkanne.

Den Charakter eines Ladens einfangen, das ist der Grundgedanke beim Tante-Emma-Projekt. Wer ein Gemälde sieht, soll zum einen sofort erkennen, was in dem dazugehörigen Geschäft verkauft wird. Andererseits werden auf den Bildern aber auch die besonderen Eigenheiten eines jeden Ladens in den Vordergrund gestellt. Jedes Gemälde erzählt gewissermaßen eine Geschichte über einen kleinen Laden in Gostenhof. Ein Dutzend solcher Bilder gibt es derzeit. Eine der mitarbeitenden Künstlerinnen ist Heidi Winter. Die angehende Lehrerin hat viel Freizeit in die Bilder investiert. “Der Laden lebt durch die Person, die diesen Laden führt und die den mit Herzblut aufgebaut hat”, erzählt Winter.

Aus der Ausstellung zurück in die Geschäfte
Der Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak ist der Initiator des Tante Emma-Projekts. Für ihn stellen die bisher entstandenen Kunstwerke nur erste Entwürfe dar. “Das Tante-Emma-Projekt soll in den ‘Gostenhofer Ateliertagen 2011′ münden. Mit dem Ziel, dass die Entwürfe, die jetzt von den Künstlern gemacht worden sind, nach Hause kommen. Und zwar in Großformat an den Fassaden der Läden oder wenn möglich auch in Großformat in den Läden selbst. Und dafür haben wir jetzt noch ein Jahr Zeit.” Noch ist es aber nicht so weit. Noch stehen die “Entwürfe” in der “Barfreitag”.
Franz Engeser

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