& Der BarfreitagNordkurve - Aktuell
Tante Emma in der Nordkurve

20. Juni 2010

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Tante Emma kommt zu Besuch – Partizipative Kunst in einem Stadtteil
Tante Emma Läden gibt es kaum noch; ein kleines Einzelhandelsgeschäft indem Lebensmittel und  weitere für den täglichen Bedarf notwendige Produkte angeboten werden. Frau Emma kommt im Herbst für eine Woche zu Besuch. Vielleicht kommt sie ein weiteres Mal zu den Gostnerhofer Ateliertagen 2011. Damit sie sich in Gostenhof wohl fühlt, gestalten KünstlerInnen und EinzelhändlerInnen gemeinsam, ein für sie ansprechendes Ambiente: den Tante Emma Laden. Die Vorbereitungen dazu finden in der Woche ab dem 28.6. statt.

Interessierte können sich unter folgender E-Mail informieren und mitmachen:
info(ad)kunstduenger-nuernberg.de

Der Stadtteil Gostenhof ist ein kreativer Stadtteil mit vielen kleinen Galerien, einen hohen Anteil an Migranten und einer ausgeprägten Soziokulturellen Szene.  „Zwischenräume“ oder das von Kunstdünger so formulierte INOFF ist der Rahmen, in dem sich Menschen im Stadtteil oder darüber hinaus in ein Netzwerk begegnen können.

Dieser Begegnungsort nennt sich „Nordkurve“. Eigentlich ist es das Projektbüro von Kunstdünger, das allerdings für interessante Performances anderen Menschen zur Verfügung gestellt wird. Jedes Jahr werden bis zu 6 Ausstellungen präsentiert. An jedem Freitag öffnet in der Nordkurve der Barfreitag, eine Inoff – Bar. 10 Freunde wechseln sich ab und spielen für jeweils einen Abend Wirt.

„Tante Emma“ ist mein persönlicher Ausstellungsfavorit für dieses Jahr, zu dem ich Dich gerne als Mitwirkender einladen möchte. „Tante Emma“ hat partizipatorischen Charakter, der Einzelhändler aus dem Stadtteil in die Ausstellung nicht nur einbindet, sondern in den Mittelpunkt rückt.„Tante Emma – Läden“ gibt es in diesem Stadtteil nicht mehr – Schade. Wir wollen für kurze Zeit den Gedanken des Tante Emma Ladens als Katalisator für eine Vernetzung der Läden im Stadtteil nutzen, sie mit der Nordkurve bekannt machen, sie darin einbinden. Auf einer Party im Herbst sollen in der Nordkurve aus jedem der partizipierenden Läden ein Artikel „verkauft“ werden.

Parallel dazu wird eine Künstlergruppe zu der Du dazugehören kannst, für jedes dieser Läden eine Art „Ladenportrait“ auf Leinwand erstellen: Ein Bild, eine Zeichnung oder ein Graffiti – wichtig ist, dass es den Geist des dazugehörigen Ladens widerspiegelt.Dieses „Ladenportrait“ wird auf der Party präsentiert – und später dann in den Läden in Großformat auf Wunsch der Einzelhändler aufgehängt.

Die Projektphasen im Einzelnen:
Phase A – Entwicklung der ersten „Ladenportraits“ und LadenakquiseIn der Woche vom 28.6. werden die Läden im Stadtteil abgeklappert und eingeladen beim Projekt „Tante Emma“ mitzuwirken. In der gleichen Woche werden Künstler mit den Ladenbesitzer ins Gespräch kommen. In den Interviews sollte deutlich werden, was die Ladenbesitzer mit ihren Laden verbindet, aber auch was die besonderen Merkmale des Ladens sind, was den Laden ausmacht. Erste Skizzen entstehen. Biographische Erzählungen stehen im Vordergrund.  Phase B – Fiesta Barcelona, ein Fest für Tante Emma – Freitag 26.11.2011

Im Herbst 2010 findet dann eine erste große Party statt, in der Tante Emma zum ersten Mal wieder in Gostenhof geöffnet haben wird. Zu Wein und Tappas werden die „Ladenportraits“ auf Leinwand präsentiert und natürlich getanzt.  Phase C – Weitere Entwicklung von LogosBis Herbst 2011 werden weitere Läden aus dem Stadtteil eingeladen in den neu entstehenden Tante Emma Laden mitzuwirken.  Phase D – Tante Emma – Wiedereröffnung im Rahmen der GOHO Ateliertage 2011Im Herbst 2011 wird der Tante Emma Laden wieder für eine ganze Woche eröffnet. Bis dahin sollen über dreißig Läden Teil des Tante Emma Ladens sein, und mit uns in der Nordkurve feiern.

Und dann?
Tante Emma gibt endlich für immer auf, oder aber es entwickelt sich ein Team das den Tante Emma Laden immer wieder eröffnet und wieder für ein Jahr pleite gehen lässt.

 

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