+ TheaterpädagogikKunstdünger
Studierende machen Innenstadt unsicher

15. Mai 2008

 

Studierende der Ohm-Hochschule in Nürnberg übten sich in City Bounding. Dabei machten sie auf lustvolle und sinnvolle Art die Stadt Nürnberg unsicher.  City Bounding unterstützt Jugendliche mit abweichendem Verhalten darin, ihre Konfliktbewältigungsstrategien auf kreative Art und Weise den Normen und Werten unserer Gesellschaft anzupassen. Dieser Methodikbaustein kann entsprechende Jugendliche motivieren umzulenken, statt sich weiterhin in einer Abwärtsspirale zu bewegen. Das Angebot dient zur Sensibilisierung des Themas, um in weiteren Einzelberatungen ein Hilfsprogramm mit den Jugendlichen auszuarbeiten.


Mit City Bounding kann eine Gruppe eine gemeinsame Identität entwickeln, welche es  ihr ermöglicht gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten. Sie entwickelt mit Methoden aus der Theaterpädagogik eine eigene Performance und spielt diese an ungewöhnlichen Orten.Um sich in dieser Situation nicht zu gefährden, sucht sie nach einer Spielform, die den am Spielort geltenden Regeln entspricht. In diesem Projekt lernen die Teilnehmer einerseits die Normen und Werte der Gesellschaft zu akzeptieren und andererseits in diesem Rahmen  nach Wegen zu suchen, die auch ihren eigenen Interessen entsprechen.

Künstlerische Antworten auf unmöglich wirkende Fragestellungen:

Die Teilnehmer suchen sich ungewöhnliche Orte aus, an denen sie eine Performance aufführen wollen.Sie analysieren den Spielort, entwickeln ein Aufführungskonzept und arbeiten an einer Performance. City Bounding ist ein Pendant zu erlebnispädagogischen Konzepten, die zumeist in der Natur Anwendung finden. Ein Klettergarten oder eine rasante Fahrt mit dem Kajak kann als Herausforderung für gewollte Gruppenprozesse dienen. Dabei bedienen sich diese Konzepte der Naturgesetzen. City Bounding nutzt nicht die Gesetzmäßigkeiten der Natur sondern des Stadtlebens, um mit ansprechende und herausfordernde Aufgabenstellungen Gruppenprozesse zu initiieren.

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