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Spannender Dienst am Menschen – MP

1. November 2016

herzwerker-03Mit dem Projekt „Herzwerker – Soziale Berufe in Bayern“ wirbt das Bayerische Sozialministerium um geeignete Nachwuchskräfte für Soziale Berufe. Stell dir vor, es gäbe keine Menschen mehr, die sich um die Kinder im Kindergarten, in der Jugendhilfe, um Senioren oder Menschen mit einer Behinderung kümmern würden?


Mit dem Projekt „Herzwerker – Soziale Berufe in Bayern“ wirbt das Bayerische Sozialministerium um geeignete Nachwuchskräfte. Herzwerker werden gebraucht
„Es gibt Handwerker, Kopfarbeiter und es gibt Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten möchten“. So skizzierte Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak die zahlreichen Mitarbeiter in den Sozialen Berufen. Professionell und engagiert versehen sie ihren Dienst.

Drozak nennt sie alle „Herzwerker“. Sie werden in Zukunft noch mehr gebraucht, denn die demografische Entwicklung hat gezeigt, dass Kinder deutlich früher in die Kindertagesstätten gehen, Jugendliche deutlich mehr Hilfe in ihrer Entwicklung benötigen und die Bevölkerung immer älter wird.

Ziel des Theaterprojekts ist es, Nachwuchskräfte für die Sozialen Berufe zu gewinnen. Vier Tage lang hatten sieben Schüler vier kleine Theaterstücke dazu vorbereitet. Einen gravierenden Wandel haben in den vergangenen Jahrzehnten Kindergärten vollzogen. Darauf machte im ersten Beitrag Tanja Höfling, Leiterin des Kindergartens Sankt
Martin in Gemünden, aufmerksam. Aus der einstigen „Kinderverwahranstalt“ ist eine „bildende Kindertagesstätte“ geworden. Insgesamt 18 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen kümmern sich um die etwa 180 Kleinen. Durch Kindergartenszenen vermittelten die jungen Schauspieler einen kleinen Einblick in die Arbeit des Personals.

Um Jugendliche, die einer besonderen Förderarbeit bedürfen, kümmert sich Frau Rosina Barthel. So auch bei der Umsetzung von Berufswünschen, wo nicht jeder unbedingt seinen Traumberuf ergreifen kann, wie in verschiedenen Szenen dargestellt wurde. Durch eine koordinierte Zusammenarbeit mit Schüler, Schule, Elternhaus und Ausbildungsbetrieben kann oft vermieden werden, dass die Ausbildung einfach abgebrochen wird. „Jugendliche, die heute gefördert werden, sind die Zukunft von morgen“, betonte Barthel.

Heilerzieherin schilderte Arbeit Ihre tägliche Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung in der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth schilderte Heilerzieherin Anna Gopp. Etwa 160 Menschen jeden Alters leben dort in den 18 Häusern und werden von Fachkräften individuell betreut. Wenn sie auch eine Reihe von Defiziten aufweisen, so haben sie Fähigkeiten, die besonders stark ausgeprägt sind. „Diese Menschen brauchen und wollen vor allem einem eines nicht: Mitleid“.

„Mit Pflege ist nicht die körperliche sondern auch die seelische Betreuung gemeint“, zeigte Matthias Hahne die Vielseitigkeit bei den Aufgaben im Altenpflegebereich auf. „Man
muss sich jeden Tag neu auf den Menschen einstellen“, meinte die Altenpflegefachkraft. In einer gespielten Szene zeigten die Schüler das Beispiel eines ehemaligen Metzgermeisters. „Heute wird Blutwurst gemacht“ hieß die Szene und sie zeigte, wie das Personal auf den Wunsch des Bewohners eingeht, der in einer Zeit gearbeitet hat, als an jedem Montag noch selbst geschlachtet wurde. „Biographiearbeit“, nannte Hahne diese wichtige Arbeit.

An vier Tagen hatten die schauspielernden Schüler die vier Experten aus den Sozialen Berufen interviewt und die verschiedenen Szenen eingeübt, die am Donnerstagabend den
Eltern und am Freitag den 400 Mitschülern präsentiert wurden. Alle vorgestellten Berufe können mit dem Schulabschluss der Mittleren Reife und einer entsprechenden
Fachausbildung erlernt und ausgeübt werden.

Praktika bieten Einblick In Praktika besteht die Möglichkeit einen entsprechend tieferen Einblick in das Berufsbild zu erlangen. „Toll, eine völlig andere Herangehensweise an das Thema Soziale Berufe“, urteilte Landtagsabgeordneter Günther Felbinger. Die Schauspieler waren Schüler der Staatlichen Realschule Gemünden: Leonie Hofmann, Laura Huth, Aylin Kaya, Samira Englert, Tizian Hartinger, Arthur Schewalje und Alina Lukas.

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