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Soziale Berufe auf der Bühne – NT

9. April 2016


DSC_0144Coburg
Soziale Berufe haben leider allzu oft kein besonders gutes Image. Das möchten die Schüler der Klasse 9e der Staatlichen Realschule CO 1 nun ändern. In diesen Tagen bereiteten die Jugendlichen einen Theaterabend vor. Unter dem Titel „Herzwerker“ zeigen nun die Schüler und Schülerinnen am heutigen Donnerstag um 19 Uhr acht Szenen aus dem Alltag sozialer Berufsfelder. Der Eintritt ist frei. Dabei möchten sie auch mit Vertretern sozialer Einrichtungen ins Gespräch kommen und aufzeigen, welche Chancen dieses Berufsfeld bietet und wie spannend es sein kann.

Unterstützt wurde die Klasse des sozialen Zweiges vom Nürnberger Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak. „Viele Leute haben keine Ahnung, wie cool soziale Berufe sein können“, sagt er.

Acht Mädchen und Jungen stehen auf der Bühne unserer Turnhalle, während sich die Mitschüler morgen um das Catering kümmern werden, erklärt die Klassleiterin Alexandra Rußner. Bei einem Casting im Auftrag der Agentur „Kunstdünger“ hatten die ehemaligen Lehrer Amrie und Hanns-Karl Zwinscher die Schauspieler ausgewählt. Lena Scheler und Celin Günther gehören zu den Akteuren, die morgen die Alltagsgeschichten kreativ und humorvoll umsetzen dürfen. „Wichtig war es, dass wir laut, deutlich, langsam und verständlich reden“, erzählt Celin. Besondere Erwartungen hätten sie nicht gehabt. „Wir haben das auf uns zukommen lassen“, sagt Lena. Die Proben dauerten von früh bis in den späten Nachmittag hinein.

Auch wer nicht auf der Bühne steht, bekam wichtige Aufgaben. „Die restlichen Schüler gestalteten in dieser Zeit einen Flyer mit Hintergrundinformationen zum Stück“, erklärt die Klassleiterin.

Zudem sollten sowohl das Schauspielteam als auch die Helfer hinter den Kulissen Interviews führen mit Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, also in der Altenpflege, der Jugendhilfe, Kinderbetreuung und so weiter. Drozak erklärt: „Es gibt Handwerker, es gibt Kopfarbeiter, aber es gibt eben auch Menschen, die mit Hand und Kopf arbeiten wollen und dies sind die Herzwerker.“

„Herzwerker,“ so Drozak, „tun zwar viel Gutes, aber reden selten darüber, deswegen möchten wir Kurzgeschichten aus dem Leben inszenieren.“

Zum Einstieg probten die Schüler ein Stück aus dem Stegreif, Magdalena Meixner erzählte von einem besonderen Ferienerlebnis und ihre Mitschüler spielten spontan die Situation nach, 30 Sekunden gab der Theaterpädagoge den Schülern Zeit, um die Rollen zu verteilen.

Das Theaterprojekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

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