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Sommer als Theater- und Zeitungsprojekt – MM

15. Januar 2016

BlühteDiese Woche steht ganz in Zeichen des Sommers. Nicht nur des Wetters wegen, sondern auch bei einem Schulprojekt, welches das Bundesamt Für Migration in Zusammenarbeit mit der Ebersberger Zeitung durchführt. Donnerstagabend findet eine große Theater – Vorstellung statt.

Poing – Die Anni-Pickert-Mittelschule, die Seerosenschule und die Realschule Poing sind dabei beim Projekt  „Druckerschwärze“, das seit Montag an den drei Einrichtungen stattfindet und am Freitag endet. Die bei einem Casting im Vorfeld ausgewählten Schüler beschäftigen sich mit dem Thema Sommer und Migration – ohne das Wort „Ausländer“ in den Mund zu nehmen. Projektleiter Jean – Francois Drozak   von der Agentur „Kunstdünger“ aus Nürnberg erläutert Inhalt und Ziel des Projekts: „Den Schülern stehen vier erwachsene  Interviewpartner mit Migrationshintergrund zur Verfügung. Sie erzählen ihre schönsten und spannendsten Geschichten zum Thema Sommer. In einer Theatergruppe setzen Schüler die Geschichten  für die Bühne um. Gleichzeitig gibt es eine Zeitungsgruppe, die die Geschichten auf einer Sonderseite präsentieren und dazu eigene Aspekte zum Thema Sommer in Poing  aufzeigen wird.

Medienpartner des Projekts, das von Bundesamt für Migration veranstaltet und finanziert wird, ist die „Ebersberger Zeitung“. In unserer Ausgabe am Freitag, 3. Juli, werden wir die von sieben Achtklässlern der Realschule Poing gestaltete Sonderseite veröffentlichen.

Parallel zur entstehenden Zeitungsseite entwickeln weitere Jugendliche aus der Mittel – und der Seerosenschule zusammen mit Jean – Francois Drozak eine szenische Talkshow. Anhand der Vorgespräche, die seit Montag mit den Interviewpartnern stattfinden, wird eine 90-minütige Talkshow gebastelt, die am Donnerstagabend in der Dreifachhalle des Sportzentrums präsentiert wird. Und am Freitagvormittag in weiteren Aufführungen für die Schüler in drei Schulen. Mit dabei sind die Zeitungsleute, die ihre Seite und ihre Arbeit vorstellen werden.

All das geschieht ohne interkulturelle Diskussionen, auch wenn fast alle der Beteiligten (Projektleiter, Interviewpartner,Schüler und selbst der Autor dieser Zeilen und Projektbegleiter für die Ebersberger Zeitung ) Migrationshintergrund haben. Denn so die Aussage: Unabhängig von seiner Herkunft erlebt jeder Mensch den Sommer für sich individuell. Mit eigenen Lieblingsplätzen, eigene Anekdoten, und Geschichten. Und unabhängig   von der Herkunft der Interviewer und der Talkgäste wird ganz normal über den Sommer geredet.

„Integration ist dann erfolgreich, wenn sie nicht mehr erwähnt werden muss“, sagt der Projektleiter Jean-Francois Drozak, der sich selbst als „belgo-brasilianischer Bayer“ bezeichnet.

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