& Der Barfreitag& PressespiegelNordkurve - Aktuell
Shift in der Nordkurve – hörenswert

23. Oktober 2011


bayerischer-rundfunk.thumbnail

 

Die Kunststudenten Pilar Schacher, Andrea Schindler, Stefan Bühl und Andrzej Siegmund befassen sich in ihren Fotoarbeiten mit Frankens Kreativhochburg Nürnberg-Gostenhof. Ihre Arbeiten sind derzeit in der “Nordkurve” der Nürnberger Kultur-Kneipe “Barfreitag” zu sehen.

Der Nürnberger Stadtteil Gostenhof avanciert gerade zum Künstlerviertel. In den vergangenen Jahren zogen günstige Mieten viele Künstler an, die dort ihre Ateliers eröffneten. Galerien entstanden und viele kleine, kreative Läden kamen hinzu. In Anlehnung an das Londoner Künstlerviertel Soho wird der Bezirk von Insidern “GOHO” genannt. “Der Nürnberger Westen ist das kreative Berlin Frankens”, sagt Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak, “und für junge Künstler geradezu ideal.”


Podium für Künstlernachwuchs
In der “Nordkurve” der “Barfreitag” können junge Künstler ihre Werke präsentieren, andere Künstler sowie Kunstinteressierte treffen und Beziehungen knüpfen. Sponsor ist unter anderem die Agentur “Kunstdünger” der Architektin Johanna Zwinscher und des Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak. Von diesem privaten Engagement profitieren in der “Nordkurve” derzeit vier junge Künstlerinnen und Künstler, allesamt Studierende der Fakultät Design an der Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg: Pilar Schacher, Andrea Schindler, Stefan Bühl und Andrzej Siegmund.

Auseinandersetzung mit einem Stadtteil
Schacher, Schindler, Bühl und Siegmund haben die neue Ausstellung Shift auf meine Stadt” in der “Nordkurve” mit ihren Arbeiten bestückt. Zu sehen sind Kunstphotographien und ein Kunstfilm. Die vier Künstler behandeln das Motto mit unterschiedlichen Zugängen, reflektieren ein bürgerliches Desaster und wollen zugleich Mut machen. Drei großformatige Fotografien sind dabei von Andrea Schindler. Sie wohnt seit fünf Jahren in Gostenhof und kennt ihr Viertel. “Man merkt auf jeden Fall, dass die letzten Jahre in Gostenhof viel passiert ist, was Kunst und Ateliers betrifft, dass sich schon so eine kleine Szene hier entwickelt hat”, sagt die Kunststudentin.

Hype um Gostenhof könnte Mietpreise verderben
Bei der ganzen Aufmerksamkeit, die dem Stadtviertel gerade zukommt, befürchtet Regisseurin Selina Bock, dass sich der Hype auf die Mieten auswirken wird. “Was ich ein bisschen schade finde, ist, dass dadurch, dass es eben diese Kreativhochburg ist und das auch so beworben wird, auch schon wieder an Charme verliert; dass die Mietpreise steigen und auch die Künstler verdrängt werden, weil es ja die Leute sind, die kein Geld haben. Bei der Entwicklung da muss man so ein bisschen sehen, wohin das alles geht. Aber ansonsten finde ich das einen schönen Stadtteil Gostenhof.”

Dieser Beitrag wurde unter & Der Barfreitag, & Pressespiegel, Nordkurve - Aktuell veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.