& Allgemeines
Schultheater der Länder – NN

5. Mai 2010

Schultheater St. leonhard

NÜRNBERG – Zum ersten Mal findet vom 19. bis 25. September das Festival «Schultheater der Länder« in Nürnberg statt. Es ist die größte und wichtigste Veranstaltung für Schultheater in Deutschland. Nürnberg ist nach Ansicht der Veranstalter das ideale Pflaster für das Festival, da die Stadt eine bundesweit führende Rolle in Sachen Kinder- und Jugendtheater spielt. Neben den freien Gruppen gibt es seit kurzem auch einen neuen Studiengang für Schultheater und Theaterpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg.


Kultur wichtiger denn je
Stolz auf die vorhandene Infrastruktur zeigte sich auch Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner (CSU), die angesichts der sozialen Veränderungen kulturelle Weiterbildung für wichtiger denn je hält. Das Festival wird veranstaltet vom Bundesverband Theater in Schulen, der Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film an den bayerischen Schulen und der Hamburger Körber-Stiftung.


Antwort auf die Pisa-Studie
«Theater ist für uns die Antwort auf die Pisa-Studie«, sagt Dieter Linck vom Bundesverband: «Theater ist nun auch in Bayern ein künstlerisches Fach wie Musik oder Kunst.« Zur Zeit ist das Organisationskomitee zu Gast in Nürnberg und besucht die vorgesehenem Spielstätten (Tafelhalle, Kleine Meistersingerhalle).

«Der organisatorische Aufwand ist enorm«, erklärt Linck, denn über 400 beteiligte Schüler aus ganz Deutschland müssen untergebracht und versorgt werden. Sie werden in der Jugendherberge auf der Burg wohnen. Parallel zum Festival findet auch eine Fachtagung für Theater- und Medienpädagogen statt.

Neue Medien als Schwerpunkt
Das Schultheater-Festival, das vor 25 Jahren in zum ersten Mal in der Hamburger Kampnagel-Fabrik über die Bühne ging, thematisiert diesmal die neuen Medien. In jedem der 16 Bundesländer wird mittels eines aufwändigen Verfahrens die beste Schulttheater-Gruppe ermittelt, die dann am Festival in Nürnberg teilnehmen darf.

Zusätzlich zu den 16 deutschen Teilnehmern wird eine Gruppe aus dem Ausland eingeladen. Die Festivalkosten von rund 150000 Euro teilen sich zu gleichen Teilen die private Körber-Stiftung, die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern.

Das Festival im September wendet sich besonders an Schüler und Lehrer, aber auch das Nürnberger Publikum ist eingeladen. Versprochen sind spannende Aufführungen.
Zur Lektüre: Jurke/Linck/Reiss (Hrsg.), «Zukunft Schultheater. Das Fach Theater in der Bildungsdebatte«. Edition Körber-Stiftung, Hamburg. 382 Seiten, 18 Euro.
Steffen Radlmaier

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