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Reis ist der Absturz – NN

13. Juni 2008


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Was ist euer Lieblingsessen? Burger mit Pommes? Oder Pizza? In einer Studie haben Wissenschaftler herausgefunden, dass mancher Jugendliche mindestens vier Mal pro Woche Fastfood isst.

Dass Hamburger und Fritten nicht gesund sind, weiß jeder. Aber wusstet ihr, dass in einer Pizza Margarita 640 Kalorien stecken – und in einem Döner 615 Kalorien? Wer mittags einen Döner mampft, hat schon mehr als ein Viertel seiner täglich benötigten Energiemenge verfuttert. Zum Vergleich: Ein paniertes Schweineschnitzel hat rund 270 Kalorien. Und schmeckt zum Beispiel mit Kartoffelpüree auch nicht schlecht.

Das Problem: Das Schnitzel plus Püree muss man kochen, den Döner kann man beim Imbiss kaufen. Jenny Wiegand kennt das: Sie arbeitet in einem Jugendtreff der AWO in der Nürnberger Südstadt und bemerkt, dass oft Jugendliche kommen, die gemeinsames Kochen und Essen von zu Hause überhaupt nicht kennen. «Viele wünschen sich, dass wir regelmäßig im Treff kochen», erzählt sie.

Aus diesem Wunsch ist ein Projekt mit Schülern an der Nürnberger Herschelschule entstanden: Während die eine Gruppe ein Kochbuch mit eigenen Rezepten für gesundes Essen erstellt hat, probt eine andere Gruppe ein Theaterstück, in dem live gekocht wird. Wer jetzt an Salat und fade Rohkost denkt, liegt falsch: «Gesundes Essen muss nicht immer Bio sein oder Gemüse», sagt Jenny Wiegand, «Hauptsache, es ist frisch gekocht.»

Auf der Bühne kochen die Jugendlichen «Hot Chicken» mit Reis. Hähnchen ist ok, sagen Alisha (13), Steffi (12), Maximilian (11) und Ozan (15). Aber Reis? «Reis ist der Absturz!», findet Ozan. Alisha und Steffi können aufatmen: Sie essen am liebsten Spaghetti und Lasagne – und das ist gesund, wenn es selbstgekocht ist!

 

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