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Ort der Begegnung für Jung und Alt – EFA

1. August 2017

logokurzSeit zehn Jahren gibt es das Mehrgenerationenhaus in Norden. Es ist eine von rund 550 Einrichtungen dieser Art in Deutschland und eine Antwort auf den demografischen Wandel.

Von Raja Bischoff

Norden. Eine moderne Großfamilie soll es sein, ein Ort der Begegnung für Jung und Alt– das sagt Anne Janssen über ihr Mehrgenerationenhaus in Norden. Seit zehn  Jahren gibt es die Einrichtung der Kreisvolkshochschule, seit Anfang 2017 ist Janssen die Leiterin und koordiniert knapp 100 Ehrenamtliche, die sich in dem Tagestreffpunkt in unterschiedlichsten Projekten  und Angeboten engagieren und damit den Austausch zwischen den Generationen fördern.


Auch im Landkreis Aurich ist der demografische Wandel zu spüren: die Bevölkerung auf den Dörfern wird älter, junge Menschen ziehen in die Stadt, die Generationen einer Familie wohnen nicht mehr unter einem Dach sondern oft hunderte Kilometer voneinander entfernt. Das Mehrgenerationenhaus will Antworten auf diese Entwicklungen geben. Dass die Alterszahlen immer weiter nach oben gehen, sieht Anne Janssen hierbei nicht als Problem, sondern als Herausforderung: „Wir fragen uns, wie wir diese Ressource wirklich nutzen können!“

So finden ältere Menschen im Mehrgenerationenhaus nicht nur Unterstützung, viel wichtiger ist die Möglichkeit, dass sie sich hier engagieren können. Zum Beispiel vermittelt das Team des Mehrgenerationenhauses Senioren an Familien, bei denen die „richtigen“ Großeltern wo anders wohnen oder vielleicht nicht mehr leben. Die sogenannten Leihomas und Leihopas spielen mit den Kindern oder helfen ihnen bei den Hausaufgaben – und unterstützen damit Eltern, die einen Betreuungsengpass haben.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Angebote, wie zum Beispiel Lachyoga, IT-Kurse Sprachunterricht oder „Tanzen im Sitzen“ – ein Tanzkurs für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind. Diese „offenen Treffs“, so Janssen, sind das Herzstück des Mehrgenerationenhauses und für jeden zugänglich. Nicht alle Kurse finden im Mehrgenerationenhaus statt sondern werden zusammen mit den Netzwerkpartnern in deren Einrichtungen, zum Beispiel Altersheimen oder Kultureinrichtungen, organisiert.

Das Mehrgenerationenhaus in Norden ist eines von rund 550 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. 2006 wurde das Projekt vom Bundesministerium für Familie und Soziales auf den Weg gebracht und seitdem mit jährlich 30.000 Euro gefördert. Weitere 10.000 Euro schießt der jeweilige Landkreis beziehungsweise die Kommune zu. Aktuell läuft die Förderung bis 2020. Anne Janssen ist jedoch optimistisch, dass es auch danach weitergeht.

Jeder, der sich freiwillig engagieren will, ist im Mehrgenerationenhaus Norden in der Uffenstraße 1 willkommen. Es ist Montag bis Freitag von 7 bis 22.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter www.khvs-norden.de.

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