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NN – zwischen Texten und Töpfen

15. Februar 2011

fastfood

Herzogenauracher Mittelschüler beschäftigen sich im Theaterstück „Fast Food“ mit gesundem Essen

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HERZOGENAURACH  – Sie lernen kochen und schauspielern in einem: Mittelschüler in Herzogenaurach demonstrieren im Theaterstück „Fast Food“, wie man trotz Alltagsstress live ein gesundes Essen kocht – und nebenbei eine Aufführung auf die Bühne bringt. Die Schüler der Mittelschule beginnen das neue Jahr damit, ein Schauspiel unter der Leitung von Regisseur und Bühnenautor Jean-Francois Drozak auf die Beine zu stellen. Am morgigen Donnerstag um 19 Uhr soll die Premiere in der Turnhalle sein. Das Bezirksjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (AWO) möchte erreichen, dass sich Kinder und Jugendliche mit den Themen gesunde Ernährung und aktive Lebensführung auseinandersetzen. „Im Alltag müssen ganz viele Dinge nebenbei passieren, auch das Essen“, sagte Jenny Wiegand vom Jugendwerk. Bereits im letzten Jahr führte das AWO-Bezirksjugendwerk das Projekt mit Drozak, der für die Inszenierung verantwortlich ist, durch. Ziel sei es zu zeigen, dass gute Ernährung Spaß macht und problemlos in den Alltag eingebaut werden kann, so Drozak. Als Vorlage für „Fast Food“ dient „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“, bekanntlich ein Schauspiel, in dem Brandner durch einen Kuhhandel vom Tod weitere Lebensjahre ergaunert.
Drozak hat die Handlung für seine moderne Version auf die Nürnberger Umgebung gemünzt. Die ganze Region ist von einem sechsmonatigen Unwetter überflutet, einzig der südliche Teil Nürnbergs bleibt trocken. Im „Hotel Maria“ suchen deshalb zahlreiche Gäste Unterschlupf.

Als der Vorkoster des Bürgermeisters anfragen lässt, ob der Stadtrat im Hotel tagen darf, ist die Aufregung groß. Chefköchin Roswitha hat nämlich ihren Geschmack verloren. Es kommt zu allerlei Verwicklungen, in denen Marias Vater, der alte Kaspar, den Vorkoster zum Essen überredet, eine Fitness-Trainerin aus München mit den Hotelgästen Gymnastik macht und der Tod versucht, Essensreste aus der Hotelküche zu stibitzen.

Im Mittelpunkt steht in der witzigen Inszenierung immer die Zubereitung von gesundem Essen. Denn „wer gut kochen kann, kann auch gut küssen“, so einer der Akteure augenzwinkernd. Die Kinder schauspielern und bereiten ganz nebenbei auf der Bühne eine warme Mahlzeit inklusive Vorspeise zu. Nach einer halben Stunde lässt der Regisseur zwei Eltern aus dem Publikum das gekochte Chili-Hühnchen samt Salat probieren.

Fazit: Es ist keine Zauberei, innerhalb einer Stunde zu kochen, zu essen – und sogar abzuspülen. Hier geht es nicht darum, den Text auswendig zu lernen, sondern um den Spaß am Spielen und Kochen. Am Ende des Stücks muss nur noch abgewaschen werden. Der Eintritt ist frei

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