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Michele Cavallo

2. Juni 2017

MicheleMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Michele Cavallo (36) arbeitet als Architekt. Was die wirtschaftliche Situation in Deutschland betrifft, geht es dem Land sehr gut. Das wirkt sich auch auf einige bauliche Projekte positiv aus. Ich sehe das Potenzial hier: Große Firmen und Bauherren dürfen etwas Besonderes ausprobieren.

Als italienischer Architekt habe ich den Vergleich zu meiner Heimat, in der vieles nicht gut läuft, so auch beim Bau. Nur die Menschen in Deutschland realisieren oft nicht, das es dem Land – wirtschaftlich – kaum besser gehen kann.

Natürlich gibt es hier auch viele Beispiele für einen schlechten Bau. Vor allem da, wo nur an den Profit gedacht wird. Dann entsteht eintönige Architektur, bei der qualitativ minderwertige Materialien zum Einsatz kommen. Aber Architektur will ja auch etwas mitteilen. Das soll stärker im Fokus der Architekten und Bauherren stehen.

Zehn Jahre sind in der Architektur gar nichts. Aber in dieser Zeit könnte zumindest diese Richtung eingeschlagen werden, so dass weniger Wohnkisten, sondern mehr Häuser entstehen, die eine Philosophie und eine Haltung zum Ausdruck bringen.

In der Frage, wie das Zusammenleben in der Gesellschaft funktionieren soll, spielt schließlich Architektur eine wichtige Rolle – als Sender und Empfänger.

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