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Michael Ziegler

22. Juni 2017

MichaelMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Michael Ziegler ist Erzieher und arbeitet als Bildungsreferent beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Zudem ist er Vorsitzender der Karl-Bröger-Gesellschaft.

Wie gehen wir miteinander um, wie reden wir miteinander, wie respektieren wir einander? In zehn Jahren sollte eine Kultur des Respekts und der Wertschätzung entstanden sein. Ich träume von zuhörenden und nachdenklichen, von freundlichen und friedfertigen Menschen.


Mit Anstand und Haltung. Der altertümliche Begriff „Umkehr“ kommt mir dazu auch in den Sinn. Denn einige sind mit ihren Hassbotschaften auf einem falschen Weg und vergiften sich und andere damit. Da mach ich nicht mit.

Was kann die Antwort auf den Hass sein?

Ein Bild inspiriert mich dabei besonders. Der Streetartkünstler Banksy hat den sogenannten „Blumenwerfer“ geschaffen. Dieser ist an eine Häuserwand in Bethlehem gesprüht.

Zu sehen ist ein junger Mann im Straßenkampf, halb vermummt. Doch statt eines Molotow- Cocktails oder Steins wirft er einen Strauß mit Blumen.

Die Botschaft: Hoffnung statt Hass, Leben statt Zerstörung.

Es schadet nicht, ab und zu in der Bibel zu lesen und den sogenannten christlichen Abendlandsverteidigern daraus vorzulesen. Da steht im Römerbrief des Paulus in Kapitel 12, Vers 9: „Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Hingabe das Gute“.

Und: „Wetteifert in der Gastfreundschaft.“ Und wie für Weihnachten geschaffen: „Nehmt euch vor, allen Menschen Gutes zu erweisen.“ Deutschland – ein Land der guten Menschen und Blumenwerfer? Eine Utopie? Was dagegen? Lasst uns alle Blumenwerfer sein. Ich probier’s gleich aus!

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