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Merle Kirchner

20. Februar 2017

merleMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren.

Merle Kirchner arbeitet ehrenamtlich bei der Evangelischen Gehörlosenjugend in Nürnberg. Die 21-Jährige wird in der Gebärdensprache sprechen, ein Dolmetscher begleitet sie.

Ich wünsche mir, dass Deutschland in zehn Jahren bunter ist als heute. Das bedeutet: Noch mehr Menschen mit verschiedener Hautfarbe; noch mehr verschiedene Sprachen sowohl mit den Händen als aus auch mit dem Mund; verschiedene Kulturen, die sich zeigen in Kleidungsstil, verschiedenem Essen, vielfältigen Einstellungen zu Menschen und Politik. Ich denke, dass künftig der Unterschied zwischen Reich und Arm noch größer sein wird.

Diese Vorstellung beunruhigt mich. Auch in zehn Jahren wird die Kommunikation zwischen Hörenden und Gehörlosen wahrscheinlich immer noch nicht barrierefrei funktionieren. Grund dafür ist, dass es einfach zu viele Ängste und Hemmungen gibt, zu wenig Informationen über die Deutsche Gebärdensprache (DGS), zu wenig DGS an den Schulen. Die Verbreitung ist noch nicht zufriedenstellend und wird es auch in kommenden Jahren wohl noch nicht sein. Obwohl das echt toll wäre, wenn die Kommunikation ganz ohne Probleme funktionieren würde.

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