- Die Berufsberatungsgala& Pressespiegel+ FachkräftemangelDie Agentur für Kulturdesign
Kreativität und Engagement gefragt – MB

15. Juni 2016

779x467Es gibt Handwerker und Kopfarbeiter, aber es gibt auch Menschen, die nicht nur mit Hand und Kopf arbeiten wollen, sondern sich professionell darin engagieren, anderen Menschen zu helfen und ihnen mehr Lebensqualität und Freude zu vermitteln. Diese Menschen werden vom Sozialministerium liebevoll als „Herzwerker“ bezeichnet. Ein Projekt des Ministeriums trägt den Namen „Herzwerker“. Ziel ist es, jährlich an bayerischen Schulen soziale Berufe vorzustellen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Berufsgruppen werden dabei aber nicht einfach nur von einer Person erklärt, sondern den Schülern werden in Form einer Talk Show, geleitet von Jean-Francois Drozak, viele Berufszweige als Theaterszene dargestellt. Weiterhin ist aus jedem der vorgestellten Berufe ein Ansprechpartner anwesend, der in einem Interview mit Drozak viele interessante Dinge über den jeweiligen Beruf vermittelt.

In diesem Jahr hat sich die Naabtal-Realschule in Nabburg für das Projekt entschieden. Es darf am Projekt jährlich lediglich eine Schule pro Jahr und Regierungsbezirk teilnehmen. Geeignet war die Naabtal-Realschule deshalb, weil sie sich schon lange an vielen sozialen Projekten, wie z. B. einem Sponsorenschwimmen, bei dem für die Welthungerhilfe geschwommen wird, beteiligt. Außerdem legt die Schule viel Wert auf ihr Leitbild K.I.S.S. (Kreativ, Innovativ, Sozial und Sportlich) und bietet mit dem Projekt den Schülern interessante und abwechslungsreiche Einblicke in die sozialen Berufe.

Begonnen wurde mit einem Auftritt der Pecussion-Gruppe der Schule unter Leitung von Doris Götz. Dann trat die Schulband mit dem Lied „Apologize“ von One Republic unter der Leitung von Bernd Schöttl auf, der auch die schulinterne Projektleitung innehatte.

Bei der Vorstellung der ersten Berufsgruppe war Kindererzieherin Kathrin Rehorz aus dem Kindergarten St. Marien zu Gast. Sie erzählte von ihrem vielfältigen, anstrengenden Berufsalltag. Anschließend spielte Schüler der 8. Klassen zwei Szenen aus dem Kindergarten vor. So konnten die Schüler sehen, wie der Alltag einer Erzieherin aussehen kann. In zwei Szenen stellten die Schüler glaubhaft dar, wie sich Kindergartenkinder bei für Erwachsene kleineren Problemen verhalten würden. Vielen der Zuschauer waren diese Verhaltensweisen der Kinder nicht mehr bekannt.

Martin Strobel berichtete im Anschluss von seiner Arbeit als Altenpfleger. Er erzählte, dass der Beruf sehr unterschätzt werde und einem viel abverlange. Trotzdem machte er den Schülern Mut, einen Beruf in der Altenpflege zu wählen, da sie dort wohl immer einen guten Job hätten und einem die alten Menschen sehr viel dankten. Schauspielerisch wurden wieder zwei Szenen dargestellt, welche die Arbeitsweise eines Altenpflegers darstellen sollten.

Der nächste Beruf, der vorgestellt wurde, hat viel mit Inklusion zu tun. Es geht um Berufe in der Behindertenhilfe. Ansprechpartner vor Ort war Markus Blumenthal aus dem Heim Glaubendorf. Er erzählte, wie auch seine vorhergehenden Interviewpartner von einer vielseitigen Arbeit, bei welcher er sogar seine Hobbys einbringen könne. Wie die vorhergehende Szene wurde auch die letzte Berufsgruppe szenisch dargestellt. Oliver Guist berichtet von seiner Arbeit als Jugendhelfer im Ernst Naegelsbach Haus in Sulzbach-Rosenberg.

Alle Berufe fordern Vielseitigkeit, Kreativität und viel Herzblut für Menschen und Hilfe. Dies wurde den Schülern spätestens durch die Darstellung der Berufe als Theaterstück deutlich gemacht. Der eine oder andere wird sich dank dieser abwechslungsreichen Präsentation der Berufe für einen sozialen Berufe entscheiden. (sdg)

Dieser Beitrag wurde unter - Die Berufsberatungsgala, & Pressespiegel, + Fachkräftemangel, Die Agentur für Kulturdesign veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.