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Klaus Schrage

2. März 2017

klausMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren. Auch in der NZ kommen sie zu Wort.  Klaus Schrage ist  58 Jahre alt und Zeitungsjournalist. Er ist Betriebsratsvorsitzender des Verlags Nürnberger Presse.

Unser Leben ist schön geworden. Wir arbeiten weniger als früher, sind freier, haben mehr Zeit für uns und andere. Möglich machen das die Roboter.


Die Digitalisierung hat Arbeitsplätze überflüssig gemacht. Aber die Gesellschaft hat durchgesetzt, dass die durch die Automatisierung erzielte Wertschöpfung nicht ausschließlich an die Unternehmen und deren Anteilseigner geht. Stattdessen wurden ein bedingungsloses Grundeinkommen und die 20-Stunden-Woche finanziert. Wer mehr arbeiten möchte, kann es tun.

Wer lieber Bilder malt, hat dafür Zeit. Der auf Spekulation aufgebaute Finanzkapitalismus ist entzaubert. Politiker und Politikerinnen, die vor zehn Jahren versprochen hatten, ihr Land wieder groß zu machen, sind als billige Marktschreier entlarvt und in der Versenkung verschwunden. Solidarisches Handeln ist wieder modern. Konsum ist langweilig geworden. Es wird mehr repariert als weggeworfen. Wir nutzen unser Wissen nicht mehr, um ärmere Regionen auszubeuten. Wir teilen es – zum Nutzen aller.

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