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Jugendliche sind gar nicht so verschieden – NZ

25. März 2016

WichernhausGerlinde Mayer wollte im Kindergarten arbeiten. Das Praktikum im Wichernhaus hat ihre Pläne geändert. Durch die Arbeit mit Jugendlichen mit Behinderung in der Einrichtung in Altdorf hat die Erzieherin ihre wirkliche Berufung gefunden. Der damalige Praktikumsplatz ist nun seit 26 Jahren die Arbeitsstelle der 45-Jährigen. Im Wichernhaus arbeite ich mit neun Jugendlichen, die dort im Internat leben. Und ich bin viel näher an ihnen dran als die Erzieherinnen im Kindergarten, die über zwanzig Kinder um sich haben. Diesen engeren Kontakt finde ich schön. Jugendliche mit Behinderung sind nicht anders als Jugendliche ohne Behinderung. Sie haben genauso Interessen, Hobbys, Probleme und schöne Geschichten. Aber sie haben oft noch eine Hürde dazu.


Als Leiterin bin ich für einen Wohnbereich mit zwei Internatsgruppen zuständig. Ich unterstütze die Jugendlichen im Alltag, auch beim Hausaufgaben machen, in der Pflege sowie bei allen anderen Sachen, in denen sie Hilfe brauchen. Dazu kommen noch die organisatorischen Aufgaben. An meiner Stelle gefällt mir ganz besonders die Kombination zwischen der Arbeit mit den Jugendlichen und den Eltern. Und die Arbeit mit dem Personal, mit meinen Kolleginnen. Es gibt natürlich auch Dinge in meiner Arbeit, die anstrengend sind. Der Schichtdienst ist natürlich nicht so schön. Ich stehe tatsächlich nicht gerne um drei viertel Fünf auf. Auch Konflikte mit Jugendlichen zählen dazu. Aber es lohnt sich, dran zu bleiben.
Protokoll: Annika Schüller

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