+ Jesuran – Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert

Kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh die jüdische Familie Jesuran aus Nürnberg/Gostenhof.  Zuvor verkauften sie das Anwesen in der Volprechtstraße 21 weit unter Wert.

 

Dr. Alain Jesuran stand 80 Jahre später im Innenhof, nachdem er in den Unterlagen seiner verstorbenen Eltern die Adresse fand.

 

 

Die jetzigen Eigentümer*innen, Schüler*innen des Dürer Gymnasiums und die Nürnberger Stadtgesellschaft machten sich gemeinsam auf, die Fluchtgeschichte der Familie zu rekonstruieren. Wir möchten uns hierfür bei Tina Braune und den mitwirkenden Schüler*innen bedanken.

Gemeinsam mit Thibaud Schremser zeichnen Dr. Alain Jesuran und Jean-Francois Drozak in einem Radiofeature bewegende zwei Jahre  nach.  Wir möchten uns beim Bayerischen Rundfunk für das entgegengebrachte Vertrauen und die Ausstrahlung der Sendung bedanken:

 

 

Die Portraits der damals geflüchteten Kinder sind auf der denkmalschützten Fassade zu sehen. Wir möchten uns beim Künstler Andreas Schreiber bedanken, sowei bei der Nürnberger Denkmalbehörde für die Genehmigung.

Im Beet vor dem Anwesen steht eine überdimensionierte Schachtel, die Dr. Alain Jesuran im Keller der Volprechtstrasse 21 wiedererkannte. Ähnliche Schachteln hatte sein Großvater als Erinnerungsstücke bis zu seinem Tod in Bruxelles aufbewahrt. Für die Gestaltung des Erinnerungswerkes möchten wir uns bei Jürgen Lehmeier, sowie  dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg bedanken.

Entstanden ist ein Comic von Alex Mages, der mit einer eigensinnigen Ästhetik die Rechercheergebnisse der Schüler*innen nachgezeichnet hat. Wir möchten uns bei Ales Mages hierfür bedanken.
Hier geht es zum Download der Originalfassung:
DER COMIC JESURAN  in einfacher Sprache

 

Der Comic kann zudem für € 2.- bei der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit bestellt werden. Wir möchten uns bei der Bayerischen Staatsregierung und Johannes Uschalt hierfür bedanken.
Bestelllink mit Mausklick:


Über 200 Menschen haben den Comic in 30 Sprachen und Dialekten übersetzt.
Die Wanderbücher können solange der Vorrat reicht bestellt werden unter. info(ad)nordkurve.info

 

Auf allen Briefkästen der Volprechtstrasse 21 stehen Namen weiterer verstorbener nürnberger Jüd*innen, die damals deportiert und ermordet wurden. Interessierte können gerne ein solches Schild unentgeltlich bestellen, und ebenfalls am eigenen Briefkasten anbringen:
info(ad)nordkurve.info

 

Gemeinsam mit den Erika Fuchs Haus entstand eine Wanderausstellung, die von Bildugnseinrichtungen unentgelltlich gebucht werden kann. Weitere Infos unter:
info(ad)nordkurve.info