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„Herzwerker“ informieren über soziale Berufe – RZ

10. September 2014

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Spannendes Theaterprojekt an der Realschule Roth – Beste Werbung für wichtige Aufgabengebiete in der Gesellschaft

Es gibt Handwerker, es gibt Kopfarbeiter und es gibt Menschen, die nicht nur mit Hand und Köpfchen arbeiten wollen, sondern die sich professionell und engagiert um Menschen  kümmern und denen es Spaß macht, mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu vermitteln.


Roth – Bei diesen Berufstätigen handelt es sich um „Herzwerker“, die in sozialen Berufen wie der Altenpflege, der Kindertagesbetreuung, der Jugendhilfe oder der Behindertenhilfe arbeiten. Dennoch sind diese Berufe bei jungen Leuten nicht unbedingt die erste Wahl. Um bestehende Vorurteile  abzubauen und mehr Jugendliche für soziale Berufe zu begeistern, geht die Realschule Roth neue Wege.

Sieben Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe haben zusammen mit dem Theaterpädagoge Jean Francois Drozak von der Nürnberger Agentur „Kunstdünger“ dreieinhalb Tag lang ein 90-minütiges Theaterstück einstudiert , welches jungen Menschen den Wert der sozialen Arbeit erkennbar und begreifbar machen soll. Ausgewählt wurden die Schüler in Rahmen eines Castings im April dieses Jahres.

Im Vorfeld wurden dann Interviews mit „echten“ Herzwerkern geführt, die dann ebenso im Theaterstück auftauchen sollten, um über ihren Beruf zu berichten. Dabei handelte es sich um die selbständige Erzieherin Gerlinde Niedan, die Heilerziehungspflegerin Nicole Thomas, die in der Behindertenarbeit tätig ist, um die Altenpflegerin Lisa Schenk aus dem Rother Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt sowie um die Erzieherin Rosi Schering von der Kindetagesstäte „Heilige Drei  König“ in Roth.

Initiiert wurde die „Herzwerker“-Kampagne vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, welches neuerdings unter anderem auf diese künstlerisch-kreative Methode setzt, durch die die jungen Menschen den Wert der sozialen Arbeit besser erkennen und begreifen sollen.

Das Stück brauchte nur wenige Kulissen. Deshalb ging es konzentriert um verschiedene Alltagsbegebenheiten von Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind. Herausgearbeitet wurde,wie  wichtig und bedeutend diese Berufe für die Gesellschaft sind, und welche positiven Erfahrungen man als „Herzwerker“ erleben kann.

Nach der Vorpremiere am Abend vor Erwachsenen fanden in der Schulaula der Realschule am nächsten Tag zwei Vorstellungen für alle Jugendlichen der siebten und achten Jahrgangsstufe statt. Ziel war es, für die Herzwerker-Kampagne  bei den Mitschülern eine starke Identifikation zu erreichen und nicht zuletzt dadurch einen ganz neuen Weg der Berufsberatung für soziale Fachberufe zu gehen.

von Tobias Tschapka

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