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Herzwerker für Berufe mit Herz – RD

28. März 2018

Nürnberg Nürnberg „Wie schafft ihr es jeden Tag so früh aufzustehen“, ein Satz genügt und Jean-Francois Drozak hat die Aufmerksamkeit der rund 200 Realschülerinnen und Schüler. Drozak ist im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration an der Johann-Pachalbel-Realschule. Das Projekt Herzwerker hat zum Ziel, junge Menschen für soziale Berufe zu interessieren. Der Schauspieler und Regisseur will mit seinen Mitteln dafür werben. Wie könnte er dies besser als mit einer Handvoll Schülerinnen und Schülern Spielszenen einzuüben? Im Laufe der Woche waren Fachleute aus der Heilerziehungspflege, der Altenpflege und ein Erzieher vor Ort und haben über ihre Berufe berichtet. Daraus haben Drozak und seine Schauspieler Szenen gestaltet, die sie mit großer Ausdruckskraft aufführen. Sie zeigen die Betreuung eines Sterbenden im Altenheim. Sein Wunsch nach einem Stück Torte ist wichtiger, als die Bedenken der Angehörigen, ob dies dem Blutzuckerspiegel schadet. Eine andere Szene spielt in der U-Bahn und wie sich ein junger Erwachsener mit einer Behinderung behauptet.

Die Szenen werden kommentiert von Fachleuten aus der Praxis. So entsteht kein falsches Bild, wenn beispielsweise Diakon Ben Müller von der Rummelsberger Diakonie klar umreißt, dass die Wünsche eines Menschen sehr wichtig sind, aber keinesfalls fahrlässig mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen umgegangen wird. Müller berichtet auch über seinen Alltag und wie gut es sein kann, alten Menschen zur Seite zu stehen. Menschen pflegen sei ein schöner Beruf und Ausstiegschancen, sagt der stellvertretende Pflegedienstleiter, gäbe es zur genüge. Er habe als mit seinem Abschluss als Altenpfleger und Diakon schließlich ein Studium absolviert und freue sich auf neue Aufgaben. Seine Eingangsvoraussetzung für den Pflegeberuf war die Mittlere Reife. Diesen Aspekte kommentiert Jean-Francois Drozak mit einem lauten Tusch und spricht die Anwesenden wieder direkt an. Mit ihrem Schul-Abschluss sei es möglich Soziale Berufe zu ergreifen.

Amely Weiß, in doppelter Funktion als Stellvertretung für den Bezirkstagspräsidenten und Repräsentantin der Rummelsberger Jugendhilfe anwesend, dankte der Schule, den Schülerinnen und Schülern und Jean-Francois Drozak für die eindrücklichen Szenen: „Sie stellen die sozialen Berufe, von der Altenpflege bis zur Erziehung in Kitas und Wohngruppen  mit den wirklich erlebten Geschichten der Experten in kleinen Szenen so dar, dass es Spaß macht dabei zu sein! Sie geben einen authentischen Einblick in die Berufswelt.“

Wie real die Szenen sind, bestätigen die Experten wie Müller, Heilerziehungspflegerin Tanja Brummer und Erzieher Moritz Holzinger. „Ein Sozialer Berufe ist ein Berufe mit Zukunft, weil er nicht so leicht weg rationalisieren lässt und ein Beruf ist, in dem man sich selbst verwirklichen kann, weil man sich als Person ganzheitlich einbringen kann mit all seinen Talenten und persönlichen Interessen,“ sagte Weiß und ist zuversichtlich, dass die Aktion Herzwerker erfolgreich für Berufe mit Herz werben kann.

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