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Hannah Weimel engagiert sich in der HIV – Prävention – FN

9. April 2012

aids

Roßtal. „Unter die Haut” geht es wirklich, dieses Theaterstück, das die Aidsproblematik direkt in die Aula der MS Roßtal brachte. Die Geschichte von Thomas, der mit 14 Jahren erfährt, dass er durch eine „verseuchte” Blutkonserve im Alter von 5 Jahren HIV-positiv wurde – eine Tatsache, die sein Leben von jetzt auf dann nachhaltig verändert.


In eindringlichen Szenen wird dargestellt, mit welchen Problemen und Sorgen die Eltern schon seit Jahren kämpfen, auch mit der Frage: „Wann sollen wir es ihm sagen?” Die große innere Not, die bei Thomas entsteht, als er es erfährt, seine Angst vor Ausgrenzung und Einsamkeit, den gesunden Bruder und die Freunde vor Augen, die Freundin, die mit ihm über Sex reden will – alles Probleme, die den Jugendlichen schier erdrücken. Seine Verzweiflung ist spürbar, wenn er schreit: „ Ich bin HIV-positiv!” Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b haben eindringlich und mit großer Überzeugung nach 4 Tagen Theaterprobe gespielt und dabei nicht nur versucht, über diese Krankheit aufzuklären, sondern auch mit Vorurteilen aufzuräumen. Das Publikum wurde in die Handlung mit einbezogen und durfte auf gezielte Fragen hin entscheiden, wie die Handlung weitergehen soll. Es war ein Theaterprojekt der besonderen Art, vor allem auch, weil es der Regisseur Jean-Francois Drozak geschafft hat, die schauspielerischen Fähigkeiten der Schüler eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Gib Aids keine Chance – das war am Schluss des Stückes die Botschaft der Schauspieler an das Publikum – hoffend, dass diese bei allen Zuschauern ankam. Am Abend der Premiere spielten sie vor Schülern, Eltern, Ehrengästen, dem Vertreter des Schulamts und interessierten Bürgern aus Roßtal, am darauf folgenden Tage fanden Aufführungen für alle Klassen der Mittelschule Roßtal und für die Klassenstufen 7/8/9 der Verbundschulen Oberasbach und Stein statt.

Der Premierenabend wurde darüber hinaus von jungen Musikern umrahmt, die sich ganz der argentinischen Musik verschrieben haben. Die bemerkenswerte Stimme von Hannah Weimel und die typischen, zu dieser Musik gehörenden Instrumente der Künstler, schafften eine besondere, stimmungsvolle Atmosphäre. Die Bewirtung übernahm in bewährter Weise der engagierte Elternbeirat der Schule.

So ein Projekt ist natürlich nur mit Hilfe von Sponsoren zu schaffen. Diesen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt: Dem Bürgermeister der Marktgemeinde Roßtal, Hr. Johann Völkl, der gleichzeitig als Schirmherr fungierte, dem Vorstandvorsitzenden der Sparkasse Fürth, Hr. Wölfel und der Gesundheitsbehörde Aidsprävention des Landratsamtes Fürth, die durch Fr. Kohl vertreten war.

Alle Genannten waren einstimmig der Meinung, dass sich dieses Theaterprojekt der Mittelschule Roßtal mehr als gelohnt hat

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