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Geschichten aus dem Berufsalltag – FT

22. Juni 2013

herzwerker bamberg

Geschichten aus dem Berufsalltag an der Graf-Stauffenberg-Realschule

Schüler der Graf-Stauffenberg-Realschule inszenieren ein Theaterstück über Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten.  Die Akteure kamen fast ohne Requisiten aus. Ein paar ausgebeulte Milchkannen genügten. Alles andere wurde verbal oder pantomimisch in Szene gesetzt.

Berufsberatung einmal ganz anders war bei der Graf-Stauffenberg-Realschule am Donnerstagabend angesagt. Die Schüler der neunten und zehnten Klassen wurden nicht von Berufsberatern informiert, sondern erhielten anhand eines Theaterstückes fundierte Einblicke in soziale Berufe. Dazu verwandelte sich die Schulturnhalle in eine Bühne.

Das Besondere an der Veranstaltung war aber nicht nur, dass sie von Jugendlichen für Jugendliche vorgetragen wurde, sondern dass die acht Protagonisten, die an der Schule vor einigen Wochen gecastet wurden, die verschiedenen Informationen selbst ausgearbeitet und in Szene gesetzt haben.

Acht Kurzgeschichten
Dazu führten sie im Vorfeld unter der Anleitung des Regisseurs Jean François Drozak von der Agentur „Kunstdünger“ mit vier Personen, die in Berufen wie der Jugend-und Behindertenhilfe, der Kinderbetreuung sowie der Altenpflege tätig sind, Interviews über deren Arbeit und Aufgaben. In nur drei Tagen entstanden dabei acht Kurzgeschichten, die anschaulich einen Einblick ins Berufsleben geben.

Vor jeder Szene nahmen die zuvor von den Schülern interviewten vier Berufstätigen im roten Sessel auf der Bühne Platz und beantworteten von Jean François Drozak gestellte Fragen über ihre Arbeitswelt.

Kaum Requisiten
Danach gehörte die Bühne acht Schülern der Realschule. Sie spielten reale Alltagsszenen aus den unterschiedlichen Berufen nach. Und zwar fast ganz ohne Requisiten. Sechs verbeulte und ausgemusterte Milchkannen genügten. Der Rest wurde verbal oder pantomimisch dargestellt.

Nachgestellt wurde unter anderem ein Besuch von Behinderten in einer Bamberger Zoohandlung, wie Demenzkranke ihren Tag verbringen oder welche Konflikte im Kinderheim zu lösen sind – eine gute Idee, wie man Ausbildungssuchende für soziale Berufe auf unterhaltsame Weise interessieren kann.

Das Theaterstück „Playback – Herzwerker“ wurde auf Initiative des Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen umgesetzt. Ziel des Projektes ist es, junge Menschen zur Ausbildung und zur Mitarbeit in der Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe und für Kindertagesstätten zu motivieren. Die Graf-Stauffenberg-Realschule ist nicht nur die erste Bamberger Schule, die an dem Projekt teilnimmt, sondern zugleich auch dieses Jahr die einzige Schule in Oberfranken.

 

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