& Der BarfreitagNordkurve - Aktuell
Francesco dallaLuce in der Nordkurve

10. Juni 2010


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Ich heiße Norma und ich hasse Norma
Monroe erging es bekanntlich wie viele andere Pop-Ikonen. Nach dem Dosenprinzip wurde sie vor einigen Jahrzehnten bekanntlich abgedruckt, und zum Kunstobjekt verwurstet. Das nun ein Billigdiscounter sich erdreiste mit ihr tatsächlich für Wurstdosen und anderes zu werben, ist Geschmackssache. Der  Mailänder Francesco della Luce bringt ihr Portrait wieder dort zurück wo es hingehört – in die Kunstwelt. Ausgestellt wird sie in ungewohnter Form neben anderen Berühmtheiten, gegenüber einer Norma-Filiale – in der Nordkurve.

Mailänder Künstler holt Popikone zurück wo sie hingehört.
Vernissage am 18.6.2010 – ab 20 Uhr
Der Veranstaltungsort: Nordkurve ist der Showroom von Kunstdünger –
Rothenburger Straße 51a – 90443 Nürnberg

Francesco dellaluce bringt Marilyn Monroe, Osama bin Laden und Al Capone künstlerisch in einer Ausstellung unter. Er setzt seine Ideen in der Tradition der Pop-Art und mittels diverser plastischer Techniken einzigartig um. Er stellt aber auch klassische Motive, wie die Erbsünde oder die Kreuzigung dar, indem er festgefahrene Konventionen und Geschlechterrollen in Frage stellt und dadurch stets zu neuen Diskussionen einlädt.

Der Titel der Ausstellung, Ich heiße Norma – Ich hasse Norma, soll zum einen die Veralltäglichung von Kunst und Kultur verbalisieren und zum anderen den Protest des Künstlers gegen eine derartige Ausbeutung von wertvollem Kulturreichtum ausdrücken. Diese Dualität ist für die Exposition zentral. Sie stellt einflussreiche Persönlichkeiten und Medienstars wie Pop-Ikone Marilyn Monroe, US-Präsident Obama oder al-Qaida Anführer Osama bin Laden in einen neuen Kontext und interpretiert ihre charismatische Ausstrahlung auf ungewöhnliche Weise.

Der Mailänder Künstler bringt Farbe auf die Leinwand und Licht in heikle Themen wie Kirche, Politik und Tradition. Diese verpackt er unter anderem in die Hüllen reizvoller Frauenkörper und interpretiert sie mittels zeitloser Symbole wie Kreuz, Auge oder Sonne auf neue Art und Weise. Das Ergebnis: Eine verblüffende Mischung aus Tabu und Leidenschaft, Liebe und Wut, Hingabe und Protest, Mythos und Realität.

Francesco dellaLuce, der mit bürgerlichem Namen Francesco Ferrante heißt, wuchs unter dem Einfluss italienischer Kultur und internationalem Ideenreichtum in der pulsierenden Metropole Mailand auf. Sein Talent besteht darin, Gegensätze zu verbinden und dabei gleichzeitig sein eigenes Gleichgewicht zu finden.

Inspiration war für Francesco Ferrante Paulo Coelho’s Buch Krieger des Lichts, welcher ihm den Mut gab, seine Träume zu verfolgen und die eigenen Grenzen zu überschreiten. Nicht zuletzt hat dieses Werk auch den Künstlernamen dellaLuce ins Leben geweckt. Um die positive Energie der weisen Worte des brasilianischen Schriftstellers auch im Ausstellungsraum schwingen zu lassen, werden diese auditiv wiedergegeben, wodurch die visuelle Ausdruckskraft der ausgestellten Bilder verstärkt werden soll.

 

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