- Fastfood+ Gesunde ErnährungDie Agentur für Kulturdesign
Fastfood

1. Juni 2008


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Slow-Food Bewegungen hin oder her: eine durchschnittliche, mehrköpfige Familie hat für ein Mittagessen nur 60 Minuten Zeit.

Und in genau einer Stunde zeigt das junge Ensemble Freiraum , dass es möglich ist sich trotz Zeitdruck gesund zu ernähren. Sie werden auf der Bühne life kochen, essen und abspülen. Zwischendurch darf die Mahlzeit getestet werden. Spätestens beim Applaus ist die Küche tippobello aufgeräumt.  Und als ob ein Mittagessen in einer Großfamilie nicht schon genug Theater ist: auf der Bühne wird ganz nebenbei ein solches zu sehen sein.

Premiere: 12. Juni – 19 Uhr im Hubertussaal – Nürnber. Das Stück kann ab dann zu unterschiedlichen Anlässen gebucht werden.


Es war schon erschreckend zu hören, als Horst Seehofer (CSU) betonte, dass die Gewichtszunahme in Deutschland lebender Bürger im Vergleich zu Europa drastischer zugenommen hat. Viele Kinder leiden an Übergewicht. Sich gesund zu ernähren sollte kein Luxus sein und doch gibt es einen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Wohlstand.

Wenn Eltern sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern können, fehlt oft nicht der gute Wille, sondern Zeit und Geld. Zwar kann man mit wenigen Mitteln gesunde Mahlzeiten vorbereiten, gestresste Alltagsabläufe verführen Menschen dazu, „schnelle“ Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Der Schokoriegel in der Pause, die Fertigpizza zu Mittag und der fettreiche Fleischsalat aus der Kühltheke scheinen im ersten Moment zeitsparend.

Auf den zweiten Blick jedoch betreibt man mit seinem Körper Raubbau. Wer sich gesund ernährt fühlt sich gut, ist leistungsfähiger und genießt zuletzt Lebensqualität.

Im Spannungsfeld zwischen Alltagsstress und die Notwendigkeit einer gesunden Ernährung, gerade bei Heranwachsenden, reicht es jedoch nicht den moralischen Zeigefinger zu erheben.Vielmehr interessiert es uns trotz Alltagsstress einen Weg zu finden, in dem die Gesundheit nicht zu kurz kommt. Besonders zu betonen ist dabei, dass eine gute Mahlzeit nicht immer teuer sein muss und die Zubereitungszeit sich in Grenzen halten kann.

„Fastfood“ – Ein pädagogisches Theaterstück von Schülern für Schüler
Ein auf ein junges Publikum ausgerichtetes Theaterstück dauert etwa 60 min. Dies entspricht der realistischen Zeit, die eine Familie für ein Mittagessen an Zeit benötigt. In dieser Zeit sollte sowohl eine Mahlzeit zubereitet als auch eingenommen werden.

Der Idealfall ist, wenn die Küche danach noch sauber hinterlassen wird. In unserem Theaterstück „Fastfood“ zeigen wir, dass das funktioniert. Die Vorstellung, dass sich in diesen 60 min. alles um Essen dreht, bleibt für viele Familien ein Ideal. Während dem Kochen werden parallel Aufgaben erledigt und am Essenstisch werden wichtige Themen besprochen. Die TV Kochshows, die ein anderes Bild vermitteln; sprich Gelassenheit, philosophisches Gespräch und Handlungsabläufe, die in der Küche fast zu einer Liturgie hervorheben werden, sind schön anzusehen.Der Koch als Künstler sieht in unserem Fastfoodstück etwas anders aus. Er kocht und erledigt nebenbei zahlreiche Alltagsaufgaben. Weil wir auf der Bühne sind, muss er noch ganz nebenbei in einer Geschichte mitspielen.

Unter Kunst verstehen wir in diesem Zusammenhang Alltagsbewältigung mit appetitlichem Genuss.

Somit deuten wir den Begriff Fastfood um: Das Kochen steht nicht im Mittelpunkt und doch passiert es auf vitaminreiche Art und Weise. Die Zeituhr läuft und doch kommt das Essen nicht zu kurz.

In 60 min. erlebt ein Publikum wie ein junges Schauspielteam live auf der Bühne spielt, kocht und genießt. Auf der Bühne steht eine echte Küche. Spätestens nach 30 min. Spielzeit werden einzelne Zuschauer eingeladen, auf der Bühne Platz zu nehmen und im zweiten Akt mit unseren Darstellern zu essen.

 

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