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Fastfood – familiäres Slowfood

4. Mai 2012

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Wer in 60 Minuten kochen, essen und abspülen kann, und ganz nebenbei ein ganzes Theaterstück auf die Bühne bringt, kann sich trotz Theater zuhause gesund ernähren.
Fastfood – Bayern 2
Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak will zeigen, dass man sich trotz Familienstress und knappem Budget gesund und ausgewogen ernähren kann.

Bei “Fastfood” handelt es sich um ein Bühnen-Experiment, das Schülern und ihren Familien zeigen soll, dass es möglich innerhalb von einer Stunde zu kochen, zu essen und abzuspülen. Das Kochen geschieht in der Familie oft nebenbei, meint Drozak. Da muss zum Beispiel gleichzeitig die Waschmaschine ausgeleert oder die Hausaufgaben müssen kontrolliert werden. Dass Kochen keinen großen Aufwand bedeuten muss, zeigen die neun Schülerinnen und Schüler der Soldnerschule: Auf der Bühne wird nicht nur live gekocht sondern auch eine freie Interpretation des Brandner Kaspars aufgeführt. Während des Theaterspielens bereiten die Jugendlichen Chili Chicken zu.

Endzeitstimmung nach Hochwasser
Das Theaterstück, das die Schüler einstudieren, spielt in ihrem Stadtteil. Fast ganz Fürth steht nach sintflutartigen Regenfällen unter Wasser, nur die Hardthöhe ist verschont geblieben. Alle Bürger, auch der Oberbürgermeister, retten sich in ein Hotel. Während bei allen anderen Figuren Endzeitstimmung herrscht, wittert die Hotel-Chefin das große Geld, da die Hotelgäste beherbergt und verköstigt werden müssen.

Kochen als gesellschaftliche Kompetenz
Konrektor Klaus Binder hat die Idee des Kochtheaters gleich überzeugt: “Da waren viele Punkte in Angebot enthalten, die uns sehr angesprochen haben und da haben wir gleich zugeschlagen. Bei dem Casting wollten ganz viele mitmachen. Es war ein irrer Andrang!” Drozak will den Begriff Fast Food durch sein aktuelles Projekt ganz neu definieren: “Fast Food bedeutet, ich kann in 60 Minuten kochen, essen und abspülen. ‘Mal Fisch, ‘mal Gemüse, ‘mal Fleisch und – wenn ich nicht so viel Geld habe – mich nicht schuldig fühlen, weil ich nicht ins Bio-Regal greife und konventionelle Nahrungsmittel nutze und diese frisch zubereitet auf den Tisch bringe”, erklärt der Regisseur

 

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