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Expertengespräche für die Bühne und die NZ – NZ

17. März 2015

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In Gesprächen steckt mehr als Unterhaltung – zum Beispiel Theaterszenen und Zeitungsartikel. Das zeigen Schüler des Dürer-Gymnasiums. Von Ella Schindler

Eine Woche lang dreht sich bei 16 Schülern des Dürer-Gymnasiums alles um die Selbstoptimierung durch die Medizin. Das verlangt den Gymnasiasten eine Menge Kreativität ab, denn ihre Ergebnisse bringen sie in diesen Tagen auf die Bühne – und in die Nürnberger Zeitung.

Ermöglicht wird das den Jugendlichen durch ein Theater- und Zeitungsprojekt, das neben dem Kulturbüro Muggenhof und dem Dürer-Gymnasium auch von der NZ als Kooperationspartner getragen wird.

In den Räumen des Kulturbüros Auf AEG entwickeln die Schüler seit Montag Theaterszenen und schreiben Artikel.

Selbstoptimierung – das ist mehr als die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Schönheitsoperation, findet der Theaterpädagoge und Projektleiter Jean-Francois Drozak. Deswegen hat er eine Musiktherapeutin, eine Hebamme, eine Frauenärztin und einen Sozialpädagogen von der Drogenberatungsstelle Mudra zu Gesprächen mit den Jugendlichen eingeladen. Die Experten berichten von ihren Erfahrungen mit dem Fluch und Segen des Strebens nach Perfektion bei ihren Patienten, Klienten und auch sich selbst.

Daraus entwickeln die Jungen Menschen Theaterszenen, in dem sie die von ihren Interviewpartnern erlebten Situationen interpretieren und inszenieren. Die Gespräche mit den Experten macht wiederum ein Teil der Jugendlichen zur Grundlage ihrer Zeitungsartikel, die am Ende der Woche auf einer Themenseite in der Nürnberger Zeitung erscheinen. Unterstützung bekommen sie dabei von der Redakteurin Ella Schindler sowie Pia Ratzesberger von der NZ.

Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit dieser Art zwischen der NZ und Drozak. Die Produktion eines Theaterstücks mit einer journalistischen Auseinandersetzung  mit dem Thema zu verbinden, war dem Pädagogen wichtig: „Theater vermittelt dreidimensional das, was in der Zeitung steht.

In der Zeitung werden wir mit Themen konfrontiert, die uns vielleicht nicht sofort interessieren, mit denen wir uns aber beschäftigen müssen, wenn wir als demokratische Gesellschaft weiterhin bestehen wollen. Im Internet lesen wir viel selektiver, was nicht immer gut ist. Ich möchte den Schülern diesen Unterschied zwischen Internet und der gedruckten Zeitung deutlich machen.

Wer neugierig ist, was Gymnasiasten zum Thema „Selbstoptimierung – ein Trend?“ am Ende des Projekts zu sagen haben, kann sich die Premiere des Theaterstücks am Donnerstag anschauen sowie am Freitag die Themenseite in der Nürnberger Zeitung aufschlagen.

Theaterpremiere: Donnerstag um 19 Uhr (Muggenhofer Straße 141, Bau 14 Auf AEG, Werkstatt 141; Eintritt frei)

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