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Experte Wallau spricht über Familienbetriebe – 9.6. – NZ

5. November 2013

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Folgender Beitrag entstammt der Feder von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Unterstützt wurden sie von Redakteuren der Nürnberger Zeitung:

Ein langfristiger Gewinn

Familienbetriebe gelten als Motor der deutschen Wirtschaft. Die NZ sprach mit Professor Frank Wallau vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn über die Vorteile der familiären Betriebe und das Problem der Nachfolge.

NZ: Sind Familienunternehmen erfolgreicher als andere Unternehmen?

Wallau: Es wird immer wieder behauptet, ist aber schwer nachzuweisen. Wir können es lediglich für einen Bereich sicher sagen: Bei den größten Familienunternehmen. Sie waren in den letzten Jahren erfolgreicher, was sowohl das Umsatzwachstum als auch die Schaffung von Arbeitsplätzen betrifft.

NZ: Welche Vorteile hat ein Familienunternehmen für das Personal?

Wallau: In der Regel ist die Familie mit dem Unternehmen und damit mit dem Standort stärker verwurzelt. Dadurch können sich Arbeitnehmer mit der Firma stärker identifizieren. In der Unternehmensführung gelten in Familienbetrieben sicherlich langfristigere Ziele als gewöhnlich. Die Strategie wird nicht nur nach den Quartalsberichten ausgerichtet. Wenn vor allem in größeren Familienunternehmen Fremdmanager beschäftigt sind, sind sie deutlich länger in der Firma tätig und identifizieren sich mit ihr.

NZ: Werden Familienunternehmen oft von der nächsten Generation übernommen?

Wallau: Die Nachfolge ist immer ein Thema. Reden wir von den größten Familienunternehmen, ist die Nachfolge kein Problem. Es wird sich immer einer aus der Familie finden, und selbst wenn nicht, wird sich ein externer Übernehmer bereiterklären. Bei den kleinen Firmen kommt es mittlerweile nicht nur auf den Umsatz, sondern auch auf den langfristigen Gewinn an. Wenn der aber zu gering ist, wird sich ein potenzieller Nachfolger wahrscheinlich lieber für ein Angestelltenverhältnis entscheiden oder sein eigenes Unternehmen aufmachen, als einen nicht rentablen Betrieb zu übernehmen.

Fragen: Laura Balic und Nadine Deinert

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