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Einblick in den Alltag der „Herzwerker“ – Poing

6. November 2014

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Poing – Scheinbar leblos liegt die alte Frau in ihrem Bett eines Seniorenheimes. Als die Betreuerin näher tritt, bewegt sie sich etwas. „Was ist mit Ihnen los? Geht es Ihnen nicht gut?“ „Ich trainiere das Sterben. Fußballspieler trainieren Tore schießen, ich das Sterben“, antwortete die Seniorin.

Mit Situationen wie dieser können junge Menschen konfrontiert werden, die sich für einen sozialen Beruf  entscheiden. Um diese Arbeit vorzustellen, fand in Poing das Projekt „Herzwerker – soziale Berufe in Bayern“ statt.

Finanziert hat es das bayerischen Sozialministerium, die Leitung vor Ort lag bei Judith Gitay vom Poinger Jugendzentrum. Unter der Regie des Theaterpädagoge Jean Francois Drozak wurden aus der Mittelschule, der Realschule und der Seerosenschule Jugendliche als Schauspieler ausgewählt. Bei der öffentlichen Aufführung am Donnerstagabend in der Dreifachturnhalle des Sportzentrums standen sechs Mädchen und zwei Jungs auf der Bühne und stellten Alltagserlebnisse von  sozialen Berufen dar. In  Vorbereitung auf die Proben und die Aufführung hatten Berufstätige den Schülern  Erlebnisse aus der Praxis geschildert.

Martin Borger von der Offenen Behindertenarbeit der Arbeiterwohlfahrt in Markt Schwaben hatte von einer Ferienfreizeit mit Behinderten berichtet, bei der sich ein Mädchen geweigert hatte, bei einer Schlauchbootfahrt mitzumachen, weil es Angst vor dem „gelben Schlauchbootmonster“ hatte. Silvia Sauerbrei von Pflegestern hatte die Hartnäckigkeit einer  alten Frau in den Fokus gerückt, die auf ein ausgedrucktes Foto eines Hasen wartete. Doch der Drucker war defekt.

 

Das Theaterstück komplett machten zwei weitere  Beispiele, eines von der Inneren Mission der Evangelischen Jugendhilfe, das andere vom Poinger Waldkindergarten.

 

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