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Dorothee Petersen

22. März 2017

DorotheeMeinung statt Schokolade: An 24 Tagen im Advent sprechen Bürger im Kulturförderverein nordkurve über ihre Vision für Deutschland in zehn Jahren. Auch in der NZ kommen sie zu Wort. Dorothee Petersen (30) arbeitet als Sozialpädagogin bei der Evangelischen Jugend Nürnberg.

Ich finde, in zehn Jahren sollte es ein neues Menschenrecht geben: Das Recht auf Schönheit. Schönheit für alle! Und damit meine ich nicht, dass jeder Mensch ein Recht auf eine Schönheitsoperation haben sollte. Nein, Schönheit nicht als Äußerlichkeit – zumindest nicht bezogen auf den menschlichen Körper –, sondern bezogen auf die Welt, die uns umgibt.


Schon der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski wusste: „Schönheit wird die Welt retten.“ Weil Schönheit Liebe hervorruft und sie ist wohl die schönste, mächtigste und revolutionärste Kraft, die wir besitzen und zu der wir uns jeden Tag neu entscheiden können (ja vielleicht ist sie sogar unsere einzige Aufgabe). Von daher rufe ich heute dazu auf: Vermehrt Schönes! Ich will wissen, was das für meine Gäste in der nordkurve bedeutet und was sie täglich Schönes tun. Das kann nämlich wirklich jede und jeder. Zum Beispiel warme Pfannkuchen für die Pflegekinder backen, gegen dumme Nazis demonstrieren, kunstvoll schreiben, sich Zeit für Zivilcourage nehmen oder zum Sternschnuppen schauen und dabei staunen über die Schönheit der Welt. Ich glaube, wer Schönes wahrnimmt und erfährt, kann Schönes weitergeben und bewirken. Und das wird dann zu einer Spirale – eine Spirale der Schönheit, die die Welt retten wird. Das ist meine Utopie, mit der wir nur bewusst anfangen müssen. Und dafür eignet sich Weihnachten, das Fest der Liebe, doch ganz wunderbar, oder?

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