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Die Krieger des Lichts in der Nordkurve – 5.10.

2. Oktober 2012

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Die Krieger des Lichts in der Nordkurve
Konzertierter Frontalangriff auf die ungemanagete Zeitverfluggeschwindigkeit
Vernissage am 05.10. ab 20 Uhr – Weitere Infos zeitnah auf Facebook

Permanenter Leistungsdruck zwingt die Menschen dazu, ihre Zeit noch effizienter, ökonomischer und nutzbarer zu handhaben. Diesen Zwang schlachten Optimierungsgurus für Predigten und Programme zum Allheilmittel Zeitmanagement aus. Einen völlig anderen Weg im Umgang mit dem knappen Gut Zeit gehen „Die Krieger des Lichts“. Die vielfach ausgezeichnete Kreativagentur präsentiert und kuratiert vom 05. Oktober bis 10. November in der Nordkurve ein eigenes, innovatives und ironischerweise radikal auf Effizienz getrimmtes Ausstellungs- format: „das weekly speedexhibitioning“. Zehn Künstler proben im wöchentlichen Wechsel die spontane Auseinandersetzung mit dem Thema Zeitmanagement. Nicht bierernst und nicht in Konkurrenz zu Galerien. Stattdessen als überfallartige, flüchtige Anregung zum bewussten Zeitvertreib für ein Publikum, das eigentlich keine Zeit hat.


„Als der liebe Gott die Zeit gemacht hat, hat er genug davon gemacht“ – schrieb Heinrich Böll in seinem Werk Irisches Tagebuch. Dazu befinden wir uns heute in krassem Gegensatz. Zeit ist extrem knappe ökonomische Ressource. Für ihre Allokation und Distribution zeichnen fast ausschließlich Hebelkräfte wie Effizienz, Produktivität und Flexibilität maßgeblich. Logisch, dass vor diesem Hintergrund optimierungsversprechende Strategien boomen, die das Gut Zeit noch stärker mit dem allgegenwärtigen Gewinnmaximierungsprinzip in Einklang bringen wollen. Strategien, zu denen auch das Zeitmanagement mit seinen angeblich einfachen Rezepten gehört. Unter dem Leitstern des Mehr-aus-der-Zeit-Machens und der Beschleunigung sollen bessere Ergebnisse entstehen. Zu beobachten sind aber eher Gegenströmungen wie die Slow-Bewegung oder die wachsende Aufmerksamkeit für Work-Life-Balance-Themen.

Wir haben uns gefragt, ob Entschleunigung tatsächlich die einzige Antwort unserer Hochleistungsgesellschaft auf immer extremere Zeitspiralen ist“, erläutert Marco Schnös, Gründer und CEO von „Die Krieger des Lichts. brave communications“. Mit dem „Wir“ meint Schnös das Lab der vielfach ausgezeichneten Kreativagentur. Dort, wo sonst interdisziplinäre Teams an zukunftsweisenden Kommunikationslösungen für Kunden arbeiten, wurde ein eigenes, neuartiges Ausstellungsformat entwickelt: „das weekly speedexhibitioning“.

Frontalangriff auf die Zeitverfluggeschwindigkeit als ironisch-distanziertes Ausstellungsformat
Zehn Künstler und Kreative bespielen im wöchentlichen Wechsel zwei Ausstellungswände. Unter strengen Zeitvorgaben. Nach strikten Effizienzkriterien. Mit kleinem Budget. Und nach zwölf Stunden ist jede Arbeit schon Geschichte. Das ist, sehr kurz gefasst, die Idee hinter dem Format, zu dem „Die Krieger des Lichts“ als Kuratoren gemeinsam mit Jean-Francois Drozak vom 05. Oktober bis 10. November im Showroom Nordkurve einladen.

Die Auseinandersetzung mit dem organisierten Beschleunigungswahn des Zeitmanagements ist weder das nächste Effizienz-Heilsversprechen noch Konkurrenz zu Galerien. Spontaneität spielt eine zentrale Rolle, ebenso wie die ironische Distanz zur Wirklichkeit. Schon der Titel „das weekly speedexhibitioning, aber auch Ausstellungskonzept zum Thema Zeitmanagement an sich, transportieren diesen Grundton und nimmt derzeit inflationär auftretende Begriffe wie Speeddating und Powernapping aufs Korn.

Selbstverständlich thematisieren wir ein ernsthaftes Spannungsfeld mit ernsthaftem Anspruch. Dabei wollen wir aber viel Platz für das Spontane. Und für den bewusst lockeren Zeitvertreib, auch wenn man eigentlich gar keine Zeit hat“, so Marco Schnös.

Zeitdruck für alle: Freitag Vernissage, Samstag Finissage
Den eingeladenen Künstlern, darunter prominente Figuren, aber auch lokale Künstler und Kreative, wird in puncto Effizienz einiges abverlangt. Für den Aufbau ihrer Installationen, Objekte, Fotografien oder typografischen Arbeiten haben sie gerade mal zwölf Stunden Zeit – und nur ein schmales Budget. Weil auch die Fläche bestmöglich genutzt werden soll, werden natürlich zwei Wände von zwei Künstlern bespielt, immer im wöchentlichen Wechsel. Doch auch dem Publikum ergeht es nicht besser. Zwölf Stunden ist ein Werk zu sehen, danach werden die Wände wieder weiß. So wird das Projekt durch insgesamt sieben Wochen gepeitscht – und das ist gewollt. Denn die raschen Wechsel erzeugen ein Abbild des alltäglichen Hinterher-Hetzens. Gleichzeitig geben sie immer wieder Anlass und Platz für spontane Begegnungen und Dialoge über unterschiedliche Sichtweisen. Bei aller Flüchtigkeit sollen jedoch die zentralen Thesen der Arbeiten erhalten bleiben. Sie werden im Licht-Magazin der „Krieger des Lichts“ dokumentiert und veröffentlicht.

Die Nürnberger Nordkurve mit ihrem dynamischen Ansatz, die soziokulturellen Ansprüche eines eigentlich spaßsuchenden Publikums bewusst zu strapazieren und damit Dialoge von Kunst, Design und Party anzustoßen, bietet den passenden Erlebnisrahmen für die Ausstellung, inklusive Livemusik und DJs.

Zu erleben ist das „weekly speed exhibitioning“ in der Nordkurve in Nürnberg, Rothenburger Straße 51a, jeweils freitags ab 20 Uhr und samstags nachmittags ab 14 Uhr bis 20 Uhr.

Die Krieger des Lichts. brave communications.
„Die Krieger des Lichts“ sind eine Kreativagentur mit Sitz in Nürnberg und Repräsentationsbüro in Berlin. Das Unternehmen entwickelt klassische und digitale Kommunikation für Marken wie Nike, adidas, Telekom oder Fiat. Für ihre beispielhaften Arbeiten wurde die Agentur mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten Kreativagenturen in Deutschland.
www.dkdl.de


Der Ausstellungsort „Barfreitag in der Nordkurve“ – www.barfreitag.de
Eigentlich ist die „Nordkurve“ das Projektbüro des Theatermachers Jean-Francois Drozak und der Architektin Johanna Zwinscher. Aufgrund vieler Engagements wird es kaum genutzt. Daher bietet Drozak die Nordkurve zur Realisierung interessanter und übersichtlicher Kulturevents an. Der „Barfreitag“ ist eine tolle Idee. 10 Freunde wechseln sich ab und spielen für Bekannte und Aussenstehende „Wirt für einen Abend“. Der Raum ist leer und wird jeden Abend neu gestaltet.  Im Rahmen des Barfreitags werden alle zwei Monate auch Ausstellungen stattfinden.

Der Barfreitag ist, wie der Name schon sagt, eine Bar die Freitagabends geöffnet hat. Mehrmals im Jahr bekommen bekannte und weniger bekannte Künstler die Möglichkeit, ihre Werke auszustellen. So können sie ihre Kunst einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und bei einem entspannten Glas Wein mit Interessierten ins Gespräch kommen. Die Bar versteht sich als non-profit  Plattform, die Künstlern die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren und auszuprobieren. Menschen sollen dazu bewegt werden, in ungezwungenem Rahmen neue Ausdrucksformen zu finden und sie einem Publikum zu präsentieren.

Der Barfreitag in der Nordkurve
Kunstdünger – die Agentur für Kulturdesign
Rothenburger Straße 51a
90443 Nürnberg
Öffnungszeiten: Freitags 20.00 – 00.00 Uhr
Unsere Agentur stellt dem Barfreitag und Künstlern ihre Räume zur Verfügung, denn Feiern geht auch inoff.

 

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