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Die Angst vor dem „ Schwarzen Loch” – LZ

11. September 2015

 

Lippische Zeitung
Gymnasiasten zeigen eine Talkshow zum Thema „Selbstbestimmt altern“

Wie lebe ich in 60 Jahren? Dieser Frage sind Schüler des Marianne-Weber-Gymnasiums auf den Grund gegangen. Experten wurden interviewt, die Antworten in der LZ abgedruckt und sogar in einer Talkshow präsentiert.

Lemgo.      „Selbstbestimmt altern“ lautete das Thema, mit dem sich 15 Lemgoer Gymnasiasten im Rahmen des Projekts „Druckerschwärze“ des Bundesamts für Migration in Kooperation mit der LZ beschäftigt haben.

Während ein Teil der Schüler zu dem Thema Artikel in der Lippschen Landes-Zeitung verfasste, ließen andere ihrer Kreativität in einem Theaterstück freien  Lauf.

„Selbstbestimmt altern“, ein Thema, mit dem Jugendliche sich eher selten beschäftigten. Nicht so in Lemgo: Zwar ist es noch ein wenig hin, bis die Schüler des Marianne-Weber-Gymnasium einen Beruf ausüben, Gedanken über die Pension haben sie sich aber jetzt schon gemacht.

„Gar nicht schlecht“, findet das Stadtführerin Jutta Sarin aus Dermold. Jahrzehntelang war sie als Lehrerin tätig, bevor sie Rentnerin wurde. Freunde hatten ihr Angst gemacht, dass sie dann in ein „schwarzes  Loch“ fallen würde, erzählte sie bei einer Talkshow, die die Gymnasiasten vorbereitet hatten. Sarin wollte in kein schwarzes Loch fallen, negative Gedanken und Langweile verspüren. Sie suchte sich ein neues Hobby, das Malen. Aus der Lehrerin wurde wieder eine Schülerin. Wie Sarin die Leidenschaft für das Malen entdeckte, zeigen die Schüler in einer Szene mit dem Titel „Die Zitrone“. Einstudiert hatten sie das zuvor mit dem Theaterpädagogen und Regisseur Jean – Francois Drozak.

Eine weitere Szene, die die Jugendlichen auf der Bühne präsentierten, handelte von Erlebnissen aus dem Mehrgenerationenhaus in Lemgo. Während die Schüler in einer Szene zeigten, wie eine Seniorin sich dort Probleme junger Mädchen anhört, erklärte  Mitarbeiterin Rita Funk, wie wichtig für Senioren der Austausch mit jungen Menschen ist: „Ältere Menschen fühlen sich durch solche Gespräche angenommen und laufen nicht Gefahr zu vereinsamen“.

Kaum Beachtung zu finden, davor hatten Senioren Angst, wenn sie ein ein Seniorenheim ziehen, glaubt Gymnasiastin Lisa Dreyer. „ Sie sind dann kein Individuum mehr, sondern ein Teil einer großen Gesellschaft“, fasste sie es am Donnerstagabend zusammen. Mit ihren Klassenkameraden hatte sie für dieses Problem eine Lösung gefunden – Aktien. In einer weiteren Szene zeigten sie das Leben einer Seniorin im Altenheim, die sich unbedingt mehr Eier zu essen wünscht. Die Pfleger hören der alten Dame aber nicht zu. Sie beschließt, Anteile des Heims zu kaufen. Mit Erfolg: Dank der Beteiligung bekommt die Seniorin nun jeden Tag zum Kartoffelbrei ihre Eier.

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