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Dialekte im Fokus der NZ-Kiezredaktion

17. April 2017

Bei TrioLogie wird Experimentierfreude hoch geschrieben. Die Band aus der Oberpfalz, die gewöhnliche Hits ungewöhnlich klingen lässt und in jeder Musikrichtung zu Hause ist, tritt bei der nächsten NZ-Kiezredaktion auf.


Die nächste „NZ-Kiezredaktion“ öffnet wieder ihre Türen: in einer ungezwungenen Atmosphäre kommen zwei NZ-Redakteure am Freitag, 18. September, um 20 Uhr mit NZ-Lesern und Interessierten ins Gespräch, gern auch auf Fränkisch . Zum Thema würde es auf jeden Fall passen: Denn diesmal steht die Rolle der Mundarten in unserer Gesellschaft im Mittelpunkt  des Treffens.

Als Gastgeber dient wieder der Kooperationspartner de NZ – der Kulturförderverein Nordkurve (Rothenburger Straße 51a). Clemens Helldörfer, Lokalredakteur und Experte für das Fränkische, und Meike Ledermann, Volontärin bei der NZ, freuen sich auf anregende Gespräche und Diskussionen. Anschließend erwartet die Besucher eine musikalische Kostprobe besonderer Art: Mit Mallets , Kontrabass und Percussion ausgestattet, wird die oberpfälzische Band TrioLogie dafür sorgen, dass selbst weltbekannte Hits in den Ohren der Zuhörer erfrischend ungewöhnlich klingen. Die NZ hat mit Uli Wießnet, dem Schlagzeuger der Band, darüber gesprochen, warum der Dialekt auch bei den Auftritten von TrioLogie für Furore sorgt.

NZ: Ihre Band experimentiert nicht nur gerne mit bekannten Liedern, sondern auch mit Instrumenten. Sie bringen gewöhnliche Musikinstrumente mit ungewöhnlichen zusammen, die Sie aus den Alltagsgegenständen kreieren . Was ist Ihre beste Erfindung?

ULI Wießnet: Es gibt einige. Wir spielen auf Leitern, Eimern, Kanistern, Töpfen, Dosen und Tassen. Besonders interessant ist aber wohl unser „e4pp black edition“ , das aus einem Einkaufswagen besteht.

NZ: Wie schaffen Sie es bei Ihren Auftritten, das Regionale mit dem Globalen zu verbinden?

ULI Wießnet: Unsere Band bringt tatsächlich gerne auch mal den lokalen Kolorit in die Musik ein. Wir spielen zum Beispiel Plattler in einer Rock-und Swingversion oder als Reggae.

NZ: Und welche Rolle spielt dabei die Sprache?

ULI Wießnet: Eine große Rolle. Wir kommen alle aus der Oberpfalz und sprechen gerne Dialekt auch bei unseren Auftritten . Sind wir außerhalb Bayerns unterwegs, bleibt zumindest eine oberpfälzische Färbung in der Sprache. Und manchmal legen wir sogar eine Schippe drauf und bringen etwas auf Uroberpfälzisch .

NZ: Wie kann man sich das vorstellen?

ULI Wießnet: Etwa dann, wenn wir im breiten Dialekt den „Bloud Bloudan Mambo“ ankündigen. So wie wir das Wort aussprechen, kennen es die Menschen etwa im Norden gar nicht. Wir erklären ihnen, dass das Wort für einen Mambo steht, den wir so lange geübt haben, bis wir Blutblasen an den Händen hatten. Dann lachen alle herzlich. Und genau das wollen wir.

NZ: Reagiert Ihr Publikum immer positiv auf Ihre Mundart?

ULI Wießnet: Ja. Bis jetzt haben wir gar keine negativen Erfahrungen gemacht.

NZ: Was bedeutet Dialekt für Sie persönlich?

ULI Wießnet: Ich halte es für ganz wichtig, dass Dialekte nicht aussterben. Sie bedeuten Wurzeln und machen einzelne Regionen zu etwas Besonderem.

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