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Das legislative Theater

1. Dezember 2013

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Für eine Woche Redakteur sein: Für acht Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in Nürnberg ist der Wunsch in Erfüllung gegangen. Während andere acht Schüler der Bismarckschule Nürnberg vom 9. bis 13. Juni 2013 an einem Theaterstück arbeiteten, produzierten die Realschüler eine Seite für die „Nürnberger Zeitung“. Beide kreative Vorhaben hatten Familienunternehmen zum Thema und waren ein Teil des Projektes unter der Leitung von Jean-Francois Drozak. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie die „Nürnberger Zeitung“ (NZ).

Die acht Journalisten auf Zeit haben für ihre Seite erst einmal recherchiert. Sie sprachen mit drei Nürnbergern, die in einem Familienbetrieb arbeiten bzw. gearbeitet haben und interviewten auch einen Experten. Eine Gruppe sammelte Infos rund um das Thema Familienbetriebe.

An Stoff gab es keinen Mangel. Doch wie schreibt man denn für die Zeitung? Das verrieten ihnen Ella Schindler und Pia Ratzesberger von der NZ. Die Jugendlichen lernten die Grundsätze des journalistischen Arbeitens kennen, übten sich im Schreiben einer Nachricht und im Titeln von Artikeln. Außerdem nahmen sie die Lokalzeitungen genauer unter die Lupe und diskutierten darüber, wie dort welche Themen beleuchtet werden.

Am spannendsten war wohl der Tag, an dem die Schüler die redaktionelle Luft schnuppern durften: Den 12. Juni verbrachten sie in der „Nürnberger Zeitung“. Dort lernten sie, wie eine Zeitungsseite entsteht, platzierten ihre Texte. Und: Sie lernten NZ-Redakteure kennen – in der Mittagskonferenz und beim Gang durchs Haus. Auch im Druckhaus schauten sie zusammen mit dem Chefredakteur der NZ, Raimund Kirch, vorbei.

Am gleichen Tag hatte die Theater-Gruppe ihre Prämiere. Der Saal in der Bismarckschule war voll: Dabei waren neben vielen Schülern und deren Familien und Freunden auch der BAMF-Chef Manfred Schmidt, NZ-Chefredakteur Raimund Kirch und die Vertreter des Integrationsrates Nürnberg. Für die Zeitungsgruppe wurde der nächste Morgen zum Highlight, als ihre Seite über Familienbetriebe in der NZ erschien – mit ihren Namen unter den Artikeln.

Text: Ella Schindler

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