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Das Kunstrasen – NZ

14. Juli 2009

kunstrasen

NÜRNBERG – Kräftige Windstöße machen den Technikern der Tonanlage zu schaffen, viele Besucher haben sich in warme Jacken gehüllt. Am Rand ziehen Jogger und Skater vorüber, ein paar Jugendliche zirkeln den Ball geschickt in einen Basketballkorb: Zum fünften Mal steigt an diesem Wochenende das «Kunstrasenfestival» im Pegnitzgrund unter der Theodor-Heuss-Brücke nahe dem Westfriedhof.

Stände, eine offene Bühne, ein Zirkuszelt und Ausstellungstafeln bieten Platz für Bildende Kunst, Lesungen und Zaubertricks, Spiel und Sport und vor allem jede Menge Musik. Rund 80 Mitarbeiter und Helfer sind in zwei Schichten im Einsatz, um Aufführungen zu betreuen – und die Gäste mit Gegrilltem und Getränken zu versorgen. 300 Leute lauschten gleich zum Auftakt am Freitag den etwas getrageneren Alternative- und Jazz-Variationen einheimischer Formationen, gestern folgten deftigere und härtere Klänge etwa von den Leipziger «Flaming Rocks» oder Punkrock von den «Venturas» aus Nordrhein-Westfalen.

«Es ist keine Konkurrenz zum Brückenfestival der Musikzentrale im August, sondern eine Ergänzung und Bereicherung», betont Michael Götz, leitender Sekretär des CVJM Nürnberg. Vier Jahre lang hatten die «Jesus Freaks» das Festival organisiert und sind auch weiterhin dabei, doch die Trägerschaft ist auf den am Kornmarkt ansässigen Verband übergegangen, der mit seiner Treppenhaus-Lounge gezielt und erfolgreich auch Nachwuchskünstlern ein Podium bietet.

Dass das Festival ausdrücklich (auch) «halbprofessioneller» Kunst gewidmet ist, bezieht sich unter anderem auf die Pinselkünstler der Malgruppe im CVJM-Haus, die eine beachtliche Auswahl ihrer Arbeiten vorstellen.

Allemal sehen und hören lassen konnte sich auch das Kindermusical: Mehr als 50 junge Darsteller aus Kirchengemeinden in Laufamholz, Schwaig, Rehhof und Erlangen hatten die Geschichte von Moses schon zweimal aufgeführt – im Freien wirkte der Aufbruch der Sklaven, die Frondienste mit schweren Steinbrocken leisten müssen, ins gelobte Land noch eindrucksvoller.«Es ist Teil des Familienprogramms, das wir neu in das Festival aufgenommen haben», so Götz. Am heutigen Sonntag wird das – nach einem ungewöhnlichen «Lichtblick»-Gottesdienst ab 11 Uhr – auch bei einem Internationalen Brunch deutlich. Dazu werden Sprachschüler aus zahlreichen Ländern erwartet, die im CVJM-Haus Deutsch lernen. Das Motto: Jeder bringt ein Gericht aus seiner Heimat mit – und es reicht für alle. Das Ende ist für 16 Uhr geplant. W. HEILIG-ACHNECK

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