- Die Berufsberatungsgala& Pressespiegel+ FachkräftemangelDie Agentur für Kulturdesign
Credo für soziale Berufe – CZ

13. Oktober 2012

 

 

 

cham-credo

Bereits die gesamte Woche haben sich alle Schüler der achten und neunten Klassen der Maristen-Realschule Cham im Rahmen des Theaterprojektes “Herzwerker” mit dem Thema soziale Berufe befasst. Diese Berufsorientierung der anderen Art wurde vom bayerischen Arbeitsministerium einmalig für die gesamte Oberpfalz an die Maristen-Realschule vergeben. Junge Männer für soziale Berufe zu interessieren, war das Ziel der Projektwoche. Am Donnerstagabend haben Schüler im Rahmen eines Theaterabends anhand von acht Kurzgeschichten den Alltag aus dem Kindergarten, der Altenpflege, der Jugendhilfe sowie der Behindertenarbeit vorgestellt. Das Publikum in der vollbesetzten Schulaula erhielt auf kreative Art und Weise Einblick in diese Berufsfelder.

Schulleiter Josef Maier konnte zur Premiere des Theaterstücks “Herzwerker” neben zahlreichen Schülern und Eltern aus den 8. und 9. Klassen auch eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Domkapitular Prälat Johannes Neumüller als Direktor der Schulstiftung der Diözese, Bürgermeisterin Karin Bucher an der Spitze zahlreicher Bürgermeister aus den Bereich des Einzugsgebietes der Schule, die Vertreter der Chamer Behörden, der Schulen aus dem Landkreis Cham sowie dem Elternbeirat und dem Ehemaligenverein.

Bürgermeisterin Karin Bucher stellte die Wichtigkeit sozialer Berufe besonders heraus. “Manchmal habe man das Gefühl”, so Bucher, “es werden nur noch technische Berufe gefördert und nur noch Ingenieure gebraucht.” Soziale Berufe seien mindestens genauso wichtig. Gerade an einer Jungenschule sei dabei dieses Projekt so wichtig, würden doch die sozialen Berufe von Frauen dominiert. “Man kann Frauen zwar zu allem brauchen”, so Bucher, “aber mehr Männer in diesen Berufen wären ebenso wichtig wie Frauen in technischen Berufen.”

Im Anschluss daran übernahm der Leiter des Projektes, Jean-Francois Drozak für die Kampagne Herzwerker die Leitung des Abends. Der belgisch-brasilianische Bayer, wie er sich selber bezeichnete, informierte die Anwesenden, dass man in acht Kurzgeschichten das Interessante, Spannende, Schwierige aber vor allem das Schöne an diesen Berufen näher bringen wolle. Die acht Spielszenen wurden mit vier echten “Herzwerkern” geprobt und zeigen echte Erlebnisse aus deren Arbeitsalltag. Die Schüler hatten zwei Fehler eingebaut. Diese Fehler im Arbeitsalltag wurden vom aufmerksamen und interessierten Publikum aber sofort erkannt.

Josef Maier betonte abschließend, dass zeitwillig durch die sehr realen Spielszenen zwar Betroffenheit, aber eben auch großes Interesse geweckt wurde. Er bedankte sich dann bei Spielleiter Jean-Francois Drozak, den vier Herzwerkern und vor allem bei den darstellenden Schülern Joseph Kraus, Sven Rösch, Bastian Sittenauer und David Nebel aus der 8. Jahrgangsstufe sowie bei Philipp Müller, Anton Reznik, Lukas Rohrmüller und Johannes Haller aus der 9. Jahrgangsstufe, die sogar am Feiertag in der Schule geprobt hatten.

Am Freitagvormittag gab es dann nochmals zwei Aufführungen für alle Schüler der Maristen-Realschule sowie der Gerhardinger-Realschule.

Dieser Beitrag wurde unter - Die Berufsberatungsgala, & Pressespiegel, + Fachkräftemangel, Die Agentur für Kulturdesign veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.