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Bleibe ich, gehe ich? – Märkischer Sonntag – 6.6.

10. März 2014

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Weltbürger und Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak kreiert mit Eberswalder Schülern Stück zu Wende-Erfahrungen.

Eberswalde (saschu). Letzte Woche entwickelte er mit Nürnberger Mädchen und Jungen der 6. Klasse ein Theaterstück zu Kinderarmut, diese Woche spielte er mit Gymnasiasten im brandenburgischen Anklam zum Thema Rechtsradikalismus. Ab Morgen ist der Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak in Eberswalde zu Gast.

https://hundertprozent-eberswalde.de/

Er fühlt sich als Weltbürger, reist mit dem Wohnmobil durchs Land. Wenn er am Haus am Stadtsee Station macht, hat er dieses Mal für die Schüler und Schülerinnen der 9. Klasse der Oberbarnimschulen die Frage mitgebracht: „Bleibe ich, gehe ich?“
Das Thema Wende-Erfahrungen, ein Gespräch zwischen Generationen und daraus abgeleitete szenische Geschichten, diese Herangehensweise und der Stoff sind für ihn und die Eberswalder ein Pilotprojekt.
Seine These dabei: Alle Brandenburger, alle Eberswalder verfügen über Migrationserfahrungen. Denn ohne den Wohnort zu wechseln, sind sie 1990 in einem anderen Land angekommen. Andere wiederum sind nach der Wende aus dem Westen in den Osten gewandert. Dazu lässt er verschiedene Erwachsene berichten. Die Schüler hören auf Wendepunkte in den Biografien und dürfen diese in Szene setzen. Der Märkische Sonntag wird darüber nächste Woche berichten.

Bleibe ich, gehe ich? Jean-Francois Drozak ist in drei Ländern aufgewachsen: Brasilien, Belgien und Bayern. „Alle drei Länder beginnen mit dem gleichen Buchstaben, und doch wirken kulturelle Kräfte in mir, die Vielfalt verlangen.“, so beschreibt der 39-Jährige seine Geschichte. Zum Theater gekommen ist er vor 15 Jahren. „Ich wollte mein Studium unbedingt mit dem Handwerk verbinden.“ Mittlerweile ist seine Theaterkompetenz sehr gefragt, seine Erfahrungen gibt er auf internationalen Seminaren weiter. In Eberswalde, an der Goethe- bzw. an den Oberbarnimschulen war er schon mehrere Male zu Gast.

 

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