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Berufsberatung – Jedes Mal anders – HFO

16. September 2014

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Ungewohnt: Auf der Bühne zeigt der Theaterpädagoge Jean Francois Drozak Szenen aus dem Berufsalltag.

Die Schüler der Adalbert-Stifter-Schule erleben dies am 26. Juni.

Berufsberatung ganz anders auf einer Theaterbühne. Für die Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter-Schule könnte die Bühnenvorstellung in der Aula am 26. Juni um 19 Uhr ein wichtiges Entscheidungskriterium für ihre Berufsauswahl sein:  Denn die dargestellten Erfahrungswerte stammen direkt aus ihrem Umfeld.

Fachkräfte- und Azubimangel: ein alter Hut. Ansätze zur Bekämpfung der Not gibt es viele: den Boys- und Girlsday, Messen und andere Formen des möglichst frühen Umwerbens  möglichst vieler Fachkräfte.

Seit zwei Jahren steht der Nürnberger Theatermacher Jean Francois Drozak in Kooperation mit dem bayerischen Sozialministerium und geht mit dem Projekt „Herzwerker“  im ganzen Freistaat neue Wege intelligenter Berufsberatung.

Spontan aus dem Umfeld
Auf der Bühne konzipiert und inszeniert Drozak mit Forchheimer Fachkräfte ab Montag 23. Juni, Erzählungen aus ihrem Berufsalltag in der Behindertenhilfe, der Altenpflege, der Jugendhilfe und nicht zuletzt der Kindertagesbetreuung in Schulen. Die Experten werden zu Regisseuren und damit zum Aushängeschild für ihren Stand.

Damit will Theaterpädagoge Drozak nach Selbstauskunft den Alltag in sozialen Berufen unmittelbar und dreidimensional an den Nachwuchs bringen – damit der idealerweise weiß, worauf er sich mit seiner Wahl einlässt.

An jeder Projektschule – so wie die  Adalbert-Schule – werden neue Geschichten erzählt. Den die Erzähler sind aus der unmittelbaren Umgebung der Schule und üben drei Tage lang ihre Auftritte ein.

„Statt auf  Massenmedien und Großevents zu setzen, schaffen wir mit zahlreichen regionalen Events einen Gegentrend“, sagt Drozak. Der unmittelbare Dialog zwischen Erzähler und den Familien in den Abendveranstaltungen soll die Akzeptanz für die sozialen Berufe stärken.

Am Donnerstag, 26. Juni, sind nicht nur die Schüler eingeladen, sondern auch die Eltern zu dieser Berufsgala.

„Die künstlerische und kreative Auseinandersetzung mit dem Berufsalltag macht neugierig auf mehr“, verspricht Theaterpädagoge Drozak. „Das Projektvorhaben wurde von mir in Nürnberg entwickelt, und im letzten Jahr auf Bayern ausgedehnt.“

„Herzwerker“ nennt sich diese Kampagne, mit der das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Nachwuchs für soziale Berufe gewinnen möchte.

Gemeinsam mit Jean Francois Drozaks Agentur Kunstdünger in Nürnberger führt es das Theaterprojekt durch. So weit der sachliche Hintergrund. Der Theaterpädagoge ergänzt noch: „Das, was wir machen, ist eine intelligente Berufsberatung.“
Andrea Munkert

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