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Berufsberatung auf dem Herzweg – Memminger Zeitung

26. Mai 2013

herzwerker memmingen

Staatliche Realschule bringt soziales Theater auf die Bühne

Memmingen – Mit ganzem Herzblut und leidenschaftlichem Engagement steht Theaterpädagoge Jean-François Drozak als Moderator auf der Bühne und hinter dem Projekt des Bayrischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen: „Herzwerker – Soziale Berufe in Bayern“, das vor kurzem mit einem Theaterstück in der Turnhalle der Staatlichen Realschule den Schülern der 8./9. Jahrgangsstufen sowie einem interessierten Publikum vorgestellt wurde.

Die Premiere des Playback-Schauspiels der Kampagne „Herzwerker“ ist für die Mitwirkenden der Höhepunkt nach ereignisreichen Tagen des Probens. Acht Schüler der staatlichen Realschule, vier Mädchen und vier Jungen wurden bei einem Casting (wir berichteten) für dieses spezielle Theaterprojekt der Berufsorientierung ausgewählt. Sie waren die Hauptdarsteller der acht szenisch dargestellten Alltagsgeschichten, die nur mit ausgebeulten Milchkannen als Requisiten, ins rechte Bild gerückt wurden.

Die „Regie-Vorlagen“, welche der Theaterpädagoge der Agentur „Kunstdünger“ mit den Schülern umsetzte, kamen von Memminger Fachkräften. Sie kommentierten in diesem interaktiven Theater die gespielten Geschichten mit ihren Erfahrungen. Es wurden absichtlich zwei Fehler in die Inszenierung eingebaut, die im Anschluss vom Publikum erkannt werden mussten. Christian Konrad (Behindertenhilfe Regens-Wagner), Madlen Stöckle (Altenheim St. Ulrich), Nicole Schneider (Kindertagesstätte St. Hildegard) und Anita Schilling (Jugendhilfe St. Hildegard) sind jeden Tag mit Herz am Werk und die „Herzwerker“ des Alltags. Christian Konrad versteht sich als Anwalt für behinderte Menschen, deren Rechte er in unserer Gesellschaft vertritt. Seit dreizehn Jahren ist Madlen Stöckle in der Altenpflege tätig, weil sie den Umgang mit Menschen liebt und es in ihrer Arbeit nie langweilig wird. Die ersten Schritte von Kindern betreut die Erzieherin Nicole Schneider, die von ihrem Beruf sagt: „Kinder auf ihrem Weg zu begleiten und sie wachsen zu sehen ist eine Freude und eine Bestimmung“. Anita Schilling arbeitet in der Jugendhilfe. Wenn die Jugendlichen ihr vertrauen, sich dabei öffnen und über sich hinaus wachsen, sind das sehr schöne persönliche Momente. „Nähe macht stark“ lautet dabei das Credo der Aktion, die Sozialministerin Christine Haderthauer auf den Weg brachte. Die Nähe zu den Schülern, Lehrern und Eltern ist dabei ein wichtiger Baustein der „Herzwerker“, um bei der späteren Berufswahl gut informiert zu sein. Das mobile Theaterstück bildet dabei an ausgewählten bayrischen Schulen einen Gegentrend zu Massenmedien und großen Veranstaltungen der Berufsberatung. Es ist wichtig, den Wert der sozialen Berufe aus der Anonymität zu holen und in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und dabei die vielfältigen Facetten der Berufe kennenzulernen. Die Arbeit der „Herzwerker“ ist eine wichtige Säule unserer Gesellschaft. (ds)

 

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