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Aufwiedersehen im Camp – NZ

14. Dezember 2009

usa

„Wiedersehen im Camp“ ist eine szenische Collage über das leben von Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg betitelt, die heute im Rahmen des Jugendtheaterfestivals „licht.blicke“ auf dem ehemaligen AEG-Gelände aufgeführt wird.

Beim Themenfeld Kriegsgefangenschaft und Lagerleben denkt man an Abu Ghraib und Guantanomo Bay – Namen von Gefängnissen, die in jüngster Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt haben. Doch wie waren die Zustände für gefangene Soldaten während und nach dem Zweiten Weltkrieg in amerikanischen Kriegsgefangenenlagern?

Noch gibt es Zeitzeugen, die hierüber berichten können. Und dieses dokumentarische Material diente als Ausgangsbasis, um in dem Workshop die These zu untersuchen: „Stell dir vor, du bist in Kriegsgefangenschaft und dir geht es besser als je zuvor“. Vier Nürnberger Schultheatergruppen von Hauptschulen und Gymnasien entwickelten eine Woche lang eine Szenenfolge, die das leben in einem amerikanischen Gefangenenlager beleuchtet. Ende des Zweiten Weltkrieges waren über 300 000 deutsche Soldaten in den USA in Gefangenschaft. Die Verpflegung war bis 1945 für deutsche Verhältnisse recht üppig. Auch die Kantinen waren bis zu dem Zeitpunkt gut ausgestattet, aber dort machten sich nachher auch die Beschränkungen bemerkbar. Für die Freizeit bestand ein Angebot aus Filmvorführungen, Theater, Brett- und Kartenspielen, Büchern, Musik, Kunst und die Möglichkeit der schulischen Weiterbildung.

Grundlage war ein Projekt der Fachhochschule
Der Produktion als Grundlage dient eine Forschung der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, bei der ehemalige Kriegsgefangene aus dem fränkischen Raum von Studenten befragt wurden.

Um 18 Uhr, also zwischen den beiden Aufführungen, gibt es die Möglichkeit, mehr über das Forschungsprojekt zu erfahren: Karl-Hermann Rechberg, freier Mitarbeiter an der Arbeitsstelle für Praxisforschung und Evaluation der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg berichtet über Hintergründe und Erlebnisse mit den Zeitzeugen.

 

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