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Asyl – Dialog auf Augenhöhe – MM

10. Oktober 2016

Wertewapperl
Mit einem bayernweit einzigartigen Theater – und Integrationsprojekt bringt das Landesjugendwerk der AWO in Kooperation mit der Gemeinde Poing einheimische Jugendliche und junge Flüchtlinge zusammen. Zwei Jahre lang werden sie einander in Workshops und auf der Theaterbühne kennenlernen. Startschuss für das Projekt war in Oktober.

Zusammen werden die jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung in Poing einen Dialog führen und gemeinsame Positionen zum Thema Menschenrechte und Asyl formulieren, um so einen vorurteilsfreien Umgang miteinander zu erreichen. Die Bühne als Medium soll dabei Sprachbarrieren überwinden und den Dialog auf Augenhöhe unterstützen. Hierfür treffen sie sich regelmäßig und entwickeln eine gemeinsame Agenda für die nächsten zwei Jahre, die in einer Theaterpräsentation mündet. Diese Arbeitsphase ist durch medien-pädagogische Methoden jugendgerecht angelegt. Entwickelt wird hier auch das „Werte-Wapperl“, ein Aufkleber, den Eigentümer von Lokalen, Praxen und Institutionen in den Eingangsbereichen ihrer Lokalität anbringen können. Damit bekennen sich diese zu einer sachlichen und konstruktiven Diskussion rund um das Thema Asyl und signalisieren ihre Bereitschaft, Asylbewerber und geflüchtete Menschen genauso zu behandeln wie andere Personengruppen.


Die zweite Phase ist die „szenische Verortung“ und findet mithilfe einer ausrollbaren Gewebematte als Bühne statt. Mit dieser ziehen die jungen Menschen durch Poing und führen an verschiedenen Orten wie Schulen, dem Rathaus oder am Bahnhof Theaterszenen Zum Thema Asyl auf, um kontrovers auf das Thema aufmerksam zu machen.

In der dritten Phase erarbeiten die Jugendlichen eine Orientierungs-Stadtkarte, die jungen Neuankömmlingen mit Fluchterfahrung helfen soll, in der Gemeinde schneller Fuß zu fassen. Gerade hier sind die Erfahrung der jungen Menschen mit Fluchterfahrung besonders hilfreich. Die Veröffentlichung der Karte wird durch eine szenische Talkshow begleitet und hilft den Jugendlichen, nach zwei Jahren Bilanz zu ziehen und gemeinsam gemachten Erfahrung zu reflektieren.

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