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acht.acht. in Gräfenberg

12. Oktober 2008

acht.acht.

Die Realschule Gräfenberg inszeniert das Theaterstück acht.acht., und setzt sich somit intensiv mit subversiven Formen der Jugendarbeit Rechtsradikaler auseinander. Die Stadt Gräfenberg ist eine von Rechtsradikalen stark frequentierte Kommune. Es geht so weit, dass sich die Stadtbewohner offensiv gegen die sich wiederholenden Kundgebungen der Rechten Szene wehren und sich eine Bürgerinitiative gegründet hat.

Das Theaterstück ist in Trägerschaft des BDKJ. Die Erzdiözese Bamberg unterstützt das Engagement gegen Rechts in einer weit angelegten Präventionskampagne. Ziel ist es, Jugendliche aus ländlichen Regionen über die Methoden Rechtsradikaler aufzuklären und sie über Alternativen einer demokratischen, toleranten und weltoffenen Jugendarbeit vor Ort zu informieren.

Die Realschule Gräfenberg zeigt in einer Abendveranstaltung am 30. Oktober das Stück für Interessierte. Am Freitagvormittag wird das Stück dann vor den Schülern gezeigt.
Im Vorfeld gingen Studierende der Georg-Simon Ohm Hochschule der Frage nach, wie Rechtsextreme Jugendliche für ihre Ziele zu gewinnen suchen. Gibt es so etwas wie eine subversive Form der Jugendarbeit rechter Gruppierungen? In Interviews mit Multiplikatoren, Jugendlichen und „Aussteigern“ erhielten die Studierenden genügend Material über Motive, Erlebnisse und Biografien um daraus ein Drehbuch zu entwickeln.

Pfarrer Bloom aus Miltenberg war im Juli 2007 auf die Idee gekommen, seine Kirchenglocken während einer Veranstaltung der jungen Nationalen Sturm zu läuten. Die Veranstaltung der Rechtsradikalen auf dem Marktplatz musste abgebrochen werden, weil die Glocken ihre Hassparolen übertönten. Seither gilt Pfarrer Bloom als Vorbild für ein Engagement gegen Rechtsradikalismus seitens der Kirchen. Das Theaterstück ist ihm gewidmet und endet auch mit 3 Minuten Glockengeläut.

Weitere Informationen unter 0911/3659855

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