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acht.acht. für Sozialpreis vorgeschlagen – MOZ

13. Januar 2011

acht-acht

Fürstenwalde (moz) Zwei Jugendgruppen wurden im jüngsten Sozialausschuss für den „Preis für soziales Engagement“ nominiert. Die Plattform gegen Rechts schlug 16 Schüler der 2. Oberschule „Juri Gagarin“ vor, die sich intensiv mit Rechtsradikalismus und Rassismus auseinandersetzen. Die FDP-Ortsgruppe nominierte die Rap-Band „Rap Truth“. Beide Gruppen stellten sich den Ausschussmitgliedern vor.

Marlen-Christin Thomas, Schülerin der 2. Oberschule, erzählte von ihrem Besuch im Konzentrationslager Sachsenhausen sowie von der Teilnahme der Schüler am Theaterprojekt „Acht.Acht.“, dass sie unter Anleitung des Theaterpädagogen Jean-Francois Drozak in nur vier Tagen einstudiert und zum Friedensfest aufgeführt hatten. Die Arbeit an dem Stück, in dem es um das Abdriften junger Menschen in die rechte Szene geht, habe viele der Darsteller an ihre emotionalen Grenzen geführt, so Marlen. „Man zeigt schließlich nicht einfach so den Hitlergruß oder brüllt rechte Parolen“, sagte sie. In der Begründung der Plattform gegen Rechts heißt es, der Mut, sich in der Öffentlichkeit mit diesem Thema zu stellen, sei anerkennenswert.

Öffentlichkeitswirksam sind auch die Auftritte der Band „Rap Truth“. Deren fünf Mitglieder traten mit ihren selbst geschriebenen und produzierten Songs unter anderem bei der Jobbörse, bei Rock für den Wald oder bei Jugend gegen Gewalt auf. Außerdem engagieren sie sich im Mehrgenerationenhaus in Nord, haben dort mit Kindern und Jugendlichen ein Musikprojekt gestaltet und Songs geschrieben. „Wir wollen mit unserer Musik Gefühle transportieren und die Leute zum Nachdenken anregen“, so die Bandmitglieder.

Die Entscheidung sei dem Sozialausschuss nicht leichtgefallen, sagte dessen Vorsitzende Elke Wagner. Verkündet wird sie bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 9.  Dezember. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

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