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5 Fragen an Jean Francois Drozak – Kulturdesigner aus Gostenhof

24. Dezember 2012

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Deine Experimentierfreudigkeit zeigt sich in Ausstellungen wie dem “Weekly Speedexhibitioning”, das unter dem Motto steht: zwölf Künstler, zwölf Wände, zwölf Stunden Zeit. Was steckt dahinter?

“Die Idee des Zeitmanagements soll bewusst auf die Schippe genommen werden. Es gibt soviele ‘Gurus’ auf diesem Gebiet, die von den Leuten zu ernst genommen werden. Die Design- und Kreativagentur ‘Krieger des Lichts’ (dazu gehört auch Florian Pohrer, rechts im Bild, Anm. d. Red.) kuratiert die Ausstellung und nimmt sich ehrenamtlich die Zeit, spielerisch und spontan mit dem Thema umzugehen

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Du bist Diplom-Sozialpädagoge und Theaterpädagoge. Was gibt Dir die Theaterarbeit mit jungen Menschen?
“Mit Kindern zu arbeiten, hält mich jung. Bei meiner ersten Aufführung war ich so gerührt, dass ich sofort wusste: Ich mach mich selbstständig, dann kann ich jeden Tag Theater spielen. Die Kids haben noch die Chance, sich mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen. Sie werden persönlich bereichert, über die Schulerfahrung hinaus. Es entsteht Unglaubliches und sie machen oft eine rasante Entwicklung durch.”

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Manchmal bleibt bei Dir nur Zeit für einen schnellen Espresso. Was sind für Dich die Gastro-Highlights in Nürnberg, wenn es mal nicht so stressig ist?
“Ich gehe gern dorthin, wo ich das Gefühl habe, dass die Leute mit dem Herzen dabei sind. Und dorthin, wo es guten Kaffee gibt. Da fallen mir die Schaffensschwestern in Johannis oder der Salon Regina in Gostenhof ein. Sehr gut ist auch das Essen im Estragon in der Jakobstraße, die Macher verbinden soziales Engagement mit guter Küche.”

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Du hältst viele Seminare, zum Beispiel “Auf AEG” zum Thema Zeitmanagement. Wie gut hast Du selbst Deine Zeit im Griff?
“Ich bin zwar Brasilianer, kann mich aber selbst gut organisieren. Mein Büro passt praktisch in eine Kiste. Teilweise muss ich mich gleichzeitig um zehn verschiedene Projekte kümmern. Mein Vorbild sind da eigentlich die Schweizer, die nehmen sich einfach immer zehn Prozent mehr Zeit. Wenn der Laptop herunter gefahren ist, kann ich abschalten und tun, was mir Spaß macht – wie Wein trinken und quatschen.”


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Gegenüber der Nordkurve hat Stadtrat Michael Ziegler mit seinem Verein für einen Abend einen kleinen Spielplatz aufgebaut. Was gefällt Dir an dieser Aktion?
“Der Verein ‘Muggenhofer Fuchsbau’ setzt sich für einen Aktivspielplatz in Muggenhof ein, der 2014 fertig sein soll. Michael ist ein Gründungsmitglied. Ich finde diesen Beitrag für den maroden Stadtteil echt gut. Konkrete Aktionen gefallen mir immer besser als abstrakte Forderungen. Die Besucher der Nordkurve sehen so auch, dass die Mischung aus Party und Politik möglich ist.”

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